Spurenstoffe im Wasserkreislauf

Trinkwasser aus dem Wasserhahn hat in Deutschland eine sehr hohe Qualität. Das bestätigt auch die Stiftung Warentest. Dennoch entdecken wir – ebenso wie andere deutsche Wasserversorger – seit einiger Zeit in Gewässern und im Grundwasser Spuren von Arzneimitteln und anderen Substanzen menschlichen Ursprungs.

Das hat im Wesentlichen zwei Ursachen: Wir leben in einem dicht besiedelten Land, in dem die gesamte Umwelt menschlichen Einflüssen unterliegt. So auch der Wasserkreislauf. Hauptsächlich über die Toilette gelangen beispielsweise Arzneimittelspuren in den Wasserkreislauf – sowohl über menschliche Ausscheidungen als auch über die falsche Entsorgung von Arzneimitteln. (Die gehören in Berlin auf die Schadstoffsammelstellen der BSR, eine Liste finden Sie hier).

Der zweite Grund für das vermehrte Auffinden sogenannter Spurenstoffe liegt in der rasanten Entwicklung der modernen Analytik: Immer bessere Messinstrumente können immer mehr Stoffe aufspüren. Welche Auswirkungen diese Stoffe auf den Wasserkreislauf haben, ist jedoch nicht immer bekannt. Mehr über Spurenstoffe, ihre Konzentrationen und Bewertungen finden Sie hier.

Im Forschungsprojekt ASKURIS (www.askuris.de) haben die Berliner Wasserbetriebe gemeinsam mit der TU Berlin, dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin und anderen Partnern zwei Jahre lang untersucht, wie man Spurenstoffe aufspürt, bewertet und wie man sie wieder aus dem Wasserkreislauf entfernt. Ein weiteres Forschungsprojekt, IST4R, testet verschiedene Verfahren einer zusätzlichen Reinigungsstufen in Klärwerken.

 

Weiterführende Links

Spurenstoffe

Dr. Ingrid Chorus – Umweltbundesamt

Spurenstoffe

Dr.-Ing. Mathias Ernst – TU Hamburg-Harburg

Spurenstoffe

Dr. Tamara Grummt – Umweltbundesamt

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