Für Abwasser gelten strenge Auflagen

Damit vom Abwasser keinerlei Gefahren für Mensch, Umwelt und Anlagen ausgehen, darf nicht alles in beliebiger Konzentration in den Abwasserkanal eingeleitet werden. Hier sind auch Sie gefragt.

Mit unseren Anlagen behandeln und leiten wir häusliches Abwasser ab, das in privaten Haushalten im Sanitär- und Küchenbereich anfällt. Nicht häusliches Abwasser, wie es in Gewerbe oder Industrie entsteht, muss wiederum bestimmten Anforderungen entsprechen, damit es schadlos in unseren Anlagen mitbehandelt werden kann.

Daher bedarf die Einleitung von nicht häuslichem Abwasser gemäß §4 der ABE einer vorherigen Prüfung und Zustimmung durch die Berliner Wasserbetriebe. Somit wird mit unseren Kunden vertraglich und nachvollziehbar geregelt, welche Beschaffenheit das abgeleitete Abwasser haben muss. Die Beschaffenheit von nicht häuslichem Abwasser muss mindestens den Anforderungen nach § 4 der ABE entsprechen.

Bei Fragen zur Qualität und Einleitfähigkeit Ihres nicht häuslichen Abwassers wenden Sie sich bitte direkt an die Abteilung Einleiterüberwachung. Die Zustimmung zur Einleitung können Sie formlos bei uns beantragen. Gerne geben wir Ihnen vor der Antragstellung Auskünfte über den Umfang der notwendigen Unterlagen.

Neben der Zustimmung zur Einleitung durch die Berliner Wasserbetriebe kann eine Genehmigung durch das zuständige Umweltamt erforderlich sein.

 
Nur mit Zustimmung der Berliner Wasserbetriebe dürfen in die öffentlichen Entwässerungsanlagen eingeleitet werden:

  • Niederschlagswasser in die Schmutzwasserkanäle
  • Nicht häusliches Schmutzwasser
  • Abwasser aus Schwimmbecken und aus Becken mit Springbrunnen
  • Grund- und Drainagewasser nach Vorlage der behördlichen Genehmigung
  • Wasser aus Gewässern und Rückhalteeinrichtungen für Niederschlagswasser
  • Abwasser von Grundstücken, deren bauliche Nutzung das in den Bebauungsplänen vorgesehene Maß überschreitet


In die öffentlichen Entwässerungsanlagen dürfen nicht eingeleitet werden:

  • Abwasser, das die in der Anlage aufgeführten Grenzwerte überschreitet
  • Flüssige und feste Stoffe, die die Entwässerungsanlagen verstopfen oder deren Reinigung erschweren können, einschließlich Abfallstoffe aus Abfallzerkleinerern
  • Feuergefährliche, explosive, giftige, radioaktive und andere Stoffe, die die Entwässe-rungsanlagen in Bestand oder Betrieb oder die in ihnen arbeitenden Personen oder die öffentliche Sicherheit gefährden können
  • Abwasser, das nachhaltig belästigende Gerüche verbreitet, das explosive oder giftige Gase entwickelt, die Entwässerungsanlagen in Bestand oder Betrieb gefährdet, die Reinigung des Abwassers erschwert oder den Betrieb stören kann
  • Abwasser, das die Beschaffenheit der Gewässer beeinträchtigt

Eine Aufstellung über die zugelassenen Grenzwerte erhalten Sie auf der letzten Seite der Allgemeinen Bedingungen für die Entwässerung (gemäß § 4 Absatz 2 Buchstabe a).

Kontakt

EinleiterüberwachungInformationen über die zulässigen Konzentrationen von Stoffen im Abwasser erteilt Ihnen unsere Einleiterüberwachung.

Melchiorstr. 20-22
10179 Berlin
Tel.: 030.8644-4876
Fax: 030.8644-4962

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