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Testen der Wasserqualität

Phosphorelimination sorgt für Klarheit

Mit diesem laufenden Untersuchungsvorhaben wird der Prozess der Aufladung von Gewässern mit Phosphaten untersucht. Ziel ist es, allgemeine Handlungsempfehlungen für das Gewässermanagement ableiten zu können.

In Berlin wurden der Tegeler See und der Schlachtensee durch drastische Verminderung der externen Phosphorlast erfolgreich saniert. So nahm die
Sichttiefe von wenigen Zentimetern auf mehrere Meter im Sommer zu. Diese Seen sind heute die saubersten Teile des Berliner Gewässersystems. Ziel des in der Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH laufenden Untersuchungsvorhabens
ist es, durch systematische Auswertung der während der Sanierung gewonnenen Daten ein besseres Prozessverständnis zu entwickeln, um daraus allgemeine Handlungsempfehlungen für das Gewässermanagement ableiten zu können.

Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass auch nach der Sanierung weiterhin 30 bis 40 Prozent des Wasserzuflusses des Tegeler Sees aus der Havel stammen, diese Quelle jedoch nun 80 Prozent der Phosphorfracht liefert. Diese Fracht reicht aus, die Phosphorkonzentration im Tegeler See deutlich höher zu halten als im Schlachtensee und somit die Sedimente mit Phosphor »aufzuladen«. Für manche Jahre erwiesen sich die Sedimente des Tegeler Sees als Phosphorsenken, für andere Jahre als Phosphorquellen. Insgesamt ist die Bedeutung der Phosphor-
rücklösung im Tegeler See sehr viel größer als im Schlachtensee, dessen insgesamt sehr gute Wasserqualität geringfügig durch externe winterliche Phosphoreinträge aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet beeinträchtigt wird.

Seerosen auf einem Teich
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