Pressemitteilung vom 03.08.2015

Berlins Gewässer werden sauberer

Land Berlin und Berliner Wasserbetriebe investieren in Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität der Berliner Gewässer

Nach starken Regenfällen werden regelmäßig zahlreiche Schadstoffe von den Straßen und Haushalten über die Mischkanalisation in die Berliner Gewässer geleitet. Darunter leidet nicht nur die Wasserqualität sondern auch das Leben in den Flüssen und Kanälen insgesamt.

Das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe forcieren deshalb die Umsetzung ihres gemeinsamen Programms zur Schaffung von Stauraum in der innerstädtischen Kanalisation. Diese unterirdischen Anlagen sollen verhindern, dass bei Starkregen verschmutztes Wasser in die Spree oder in die Schifffahrtskanäle eingetragen wird. Von den bis zum Jahr 2020 zu schaffenden rund 300.000 Kubikmetern (m3) Stauraum sind bereits 230.000 m3 in Betrieb und 70.000 m3 im Bau bzw. in der Planung.

Auf einer gemeinsamen Bootsfahrt informierten heute der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, und der zuständige Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, sowie der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, über aktuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in den Berliner Gewässern.

Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel: "Die Verbesserung der Wasserqualität der Berliner Gewässer ist eine dringende Aufgabe. Mit dem Bau der unterirdischen Stauräume wird das Wasser bei Starkregen aufgefangen und an die Klärwerke weitergeleitet. Dies führt zur spürbaren Verbesserung der Umweltbelastung sowie zur Stabilisierung des Fischlebens in den Berliner Gewässern."

"Wir reagieren auf zunehmende Witterungsextreme, indem wir unser Kanalsystem intelligenter und anpassungsfähiger machen", sagt Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. "Erstens durch Erhöhung der Kapazitäten, zweitens durch intelligente Steuerung der Mengen zwischen den einzelnen Pump- und Klärwerken und damit optimale Ausnutzung dieser Kapazitäten und drittens durch die Ergänzung dieses Systems um Stauräume."

Um den Gewässern zusätzlich Sauerstoff zuzuführen, unterhält die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz ein Belüftungsschiff, das die fließenden Gewässer bei Bedarf mit dem erforderlichen Sauerstoffgehalt anreichern und somit zur Stabilisierung des aquatischen Ökosystems beitragen.

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