Pressemitteilung vom 17.12.2014

Gänsefett lässt Ungeliebtes wachsen, das muss nicht sein

Tipp: Wer kein Schmalz futtert, soll Mülltonnen statt Bakterien füttern

Gänsebraten macht Menschen glücklich. Weihnachten besonders. Das liegt auch am Fett, von dem die Vögel viel beim Braten lassen. Dieses Fett setzt sich auf Hüften – das macht faul – und in Abwasserkanälen – das wird faulig – fest und es lässt zu unguter Letzt auch Klärwerke überschäumen. Das liegt an der Fettliebe von Microthrix parvicella, einem Fadenbakterium im Abwasser, das bei öster- und weihnachtlicher Nahrungsschwemme von Mikro auf Makro umschaltet und nur mit Chemie gebannt werden kann.

Deshalb raten die Berliner Wasserbetriebe allen Gänsebrätern, das in Töpfen und Tiegeln zurückbleibende Fett nicht durch den Ausguss wegzuspülen. In der Kanalisation backt es an den Rohren fest, verstopft sie, fault und stinkt und im Klärwerk lässt es den Klärschlamm wahrhaft explodieren, weil es eben jene Microthrix massenhaft wachsen lässt.

Deshalb entweder Gänsefett im Kühlschrank oder Gefrierschrank portionsweise aufheben und später lecker und gesund nutzen – das Internet ist voller Rezepte und selbst gegen Husten, Sodbrennen und wunde Haut soll es helfen – oder richtig entsorgen: In ein Schraubglas füllen, Töpfe und Pfannen mit Zeitung auswischen und dann beides in den Hausmüll geben. Der wird später verbrannt und dabei ist jede Kalorie willkommen.

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