Pressemitteilung vom 19.07.2007

Wasser-Autos haben weniger Durst

Durch Optimierung der Fahrzeugflotte seit 2002 nun 41 Prozent weniger Kraftstoff

Durch Reduzierung der Anzahl und Erneuerung der Typen tankt die Fahrzeugflotte der Berliner Wasserbetriebe heute 41,2 % Prozent weniger Benzin und Diesel als 2003. Flossen 2003 noch 2,47 Mio. Liter Benzin und Diesel in die Tanks der Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen, so waren es 2006 nur noch 1,45 Mio. Liter Kraftstoffe. Der durch die Autos des Unternehmens erzeugte CO2-Ausstoß sank gleichzeitig um 40,7 % auf 3.765 Tonnen.

Dies gelang durch eine 2002 begonnene Optimierung der Fahrzeugflotte. Die Zahl der Kraftfahrzeuge und fahrbaren Baumaschinen sank seither von 1.060 auf 980. Zudem wurde der ehemals eigene Fuhrpark weitgehend auf neue, geleaste Modelle umgestellt. Alle Lkw und fahrbaren Arbeitsmaschinen werden seit deren Produktionsstart 2005 mit Euro IV Norm bestellt, obwohl die gesetzliche Verpflichtung erst seit dem 1. Oktober 2006 besteht. Die Euro IV Norm wird entweder mit innermotorischer gekühlter Abgasrückführung oder mit einer zusätzlichen Zuführung von Harnstoff (AdBlue-Technologie) erreicht. Zudem wird bei Pkw stets die kleinstmögliche Motorisierung gewählt.

Reduzierung von Emissionen im Fokus

"Als führender Umweltdienstleister der deutschen Wasser- und Abwasserbranche ist für uns Nachhaltigkeit eine strategische Aufgabe", so Vorstandsvorsitzender Jörg Simon. "So steht die weitere Reduzierung von Emissionen steht im Mittelpunkt vieler Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsvorhaben der Berliner Wasserbetriebe." Wichtigster Erfolg dabei ist, dass gegenüber 1990 heute aus den Berliner Kläranlagen 81% weniger Phosphor und 98% weniger Ammoniumstickstoff in Spree und Havel eingetragen werden. Phosphor als Nährstoff ist hauptverantwortlich für das Algenwachstum. Besonders giftig für Fische ist Ammoniumstickstoff; er zehrt den Sauerstoff aus dem Gewässer.
Ein weiterer Erfolg ist die energetische Verwertung des Klärschlamms in fünf Blockheizkraftwerken und der Turbinengeneratoranlage im Klärwerk Ruhleben. Dadurch wird ein Drittel der für die Abwasserreinigung benötigten Elektroenergie - das sind 53,3 GWh oder der Bedarf von ca. 21.300 Haushalten - selbst erzeugt.

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