Reifenabrieb in der Umwelt

Projektzeitraum: August 2017 bis Juli 2020

Reifenabrieb

Plastik in der Umwelt stellt eine große Herausforderung dar. Makroplastik und daraus entstehendes Mikroplastik gelangt über unterschiedliche Eintragspfade in die Natur. Ein Verursacher: Das tägliche Autofahren. Die Mengen an Reifenabrieb und der Eintrag in die aquatische Umwelt über den Straßenabfluss sind bisher noch nicht näher betrachtet worden.  Genau dort setzt das Verbundprojekt „RAU – Reifenabrieb in der Umwelt“ an.

Der größte Teil des Reifenabriebs fließt bei Regen im Stadtgebiet mit Trennsystem mit dem Straßenoberflächenwasser über Gullys in die Gewässer. Im Projekt wird der gesamte Lebenszyklus des Reifens verfolgt und damit der Eintrag von Reifenpartikeln in die Umwelt untersucht. Es gilt die Eintragspfade von Reifenmaterial in die Flüsse und Seen zu identifizieren und zu bilanzieren. Existierende Maßnahmen zur Reduzierung – wie Retentionsbodenfilter – oder neue geeignete Barrieren sollen aufgezeigt werden.

Die Untersuchungen werden im Labor, auf kontrollierten Teststrecken und auf verschiedenen Straßentypen durchgeführt. Zentral ist auch die Entwicklung von Körben zur Probennahme, mit denen die Reifenpartikel aus dem Straßenwasserabfluss aufgefangen und anschließend analysiert werden können.

Aus verschiedenen Faktoren soll eine Bewertungsmatrix entwickelt werden, die es Planern, Kommunen und Straßenreinigungsbetrieben ermöglicht, für unterschiedliche Standorte geeignete Maßnahmen abzuleiten. Es ist außerdem vorgesehen, die Ergebnisse in nationale und europäische Normen und Regelwerke einfließen zu lassen.

Fördermittelgeber

Kontakt

Sie haben Fragen rund um das Thema Forschung und Entwicklung? Schreiben Sie uns.

Diese Seite finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bwb.de/content/language1/html/20811.php
© 2009, Berliner Wasserbetriebe.