Abwasserreinigung - Unsere Forschung schafft klare Verhältnisse

Abwasserreinigung ist heutzutage High-Tech. Täglich forschen wir an neuen Methoden und Verfahren, um den Klärprozess noch weiter zu optimieren. Unser Ziel ist ein Wasserkreislauf, der in ökologischer, ökonomischer wie sozialer Hinsicht den allerhöchsten Anforderungen entspricht. Denn schließlich beziehen wir unser Wasser aus derselben Natur und Umwelt, auf die auch künftige Generationen angewiesen sind.

Unter Wasser

 

Damit aus Abwasser wieder Trinkwasser wird, ist es ein langer Weg: 9.725 Kilometer um genau zu sein. Genauso lang ist nämlich unser Abwasserkanalsystem. Von den Haus- und Industrieanschlüssen fließt das Abwasser zu den Sammelkanälen, von wo in eines unserer sechs Klärwerke befördert wird.

Aus Alt mach Neu

Im Schnitt reinigen unsere Klärwerke täglich rund 620.000 Kubikmeter Abwasser. Neben Schmutzwasser aus Haushalts-, Gewerbe- und Industrieanschlüssen setzt es sich vor allem aus Regenwasser zusammen. In ihm sammelt sich nämlich der Schmutz von Straßen, Plätzen und Dächern.

Abwasser kann auf zwei Arten verschmutzt sein – mit ungelösten und mit gelösten Stoffen. Ungelöste Stoffe filtern wir auf mechanische Art und Weise heraus mit der Hilfe von Rechen, Sandfang und Absetzbecken. Ungelöste Stoffe schwimmen nämlich im Wasser herum oder sinken in ihm herab. 

Nach der mechanischen folgt die biologische Reinigungsstufe. In ihr konzentrieren wir uns auf Stoffe, die sich bereits im Abwasser aufgelöst haben. Sie lassen sich nur mit Hilfe von biologischen oder chemischen Trennverfahren wieder entfernen. Das Gute für unseren Wasserkreislauf: In mehreren Stufen filtern wir mit unseren innovativen Verfahren selbst gewässerbelastende Phosphor- und Stickstoffverbindungen heraus.
 

OWA Tegel Luftbild

Nachdem beide Reinigungsstufen abgeschlossen sind, sind 97 Prozent der Schmutzstoffe aus dem Wasser entfernt. Das vormalige Abwasser ist zu diesem Zeitpunkt schon wieder trinkbar. Dennoch leisten wir uns noch eine dritte Reinigungsstufe – die natürliche. Dazu leiten wir das Wasser zum Beispiel zu unserer modernen Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) am Tegeler See. Dort werden dem Wasser durch Flockung, Fällung, Sedimentation und Filtration, die im Klärwerk noch nicht vollständig abgebauten Stoffe weitestgehend entzogen. Mit dem gut sichtbaren Nebeneffekt, dass sich die Sichttiefe des Tegeler Sees verzehnfacht hat. Sagen wir doch: Wir sorgen für klare Verhältnisse!

Sie stecken auch voller Innovationsgeist?

Ob junges Talent oder Fachkräfte und Führungskräfte für spannende Aufgaben mit Verantwortung: Entdecken Sie die vielfältigen Chancen an unseren Standorten im Netz der Möglichkeiten. Bewerben Sie sich jetzt:

Askuris

Das Forschungsprojekt ASKURIS

Das Forschungsprojekt ASKURIS wurde im Jahr 2011 zusammen mit der TU Berlin, dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin und weiteren Partnern gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, wie sich Spurenstoffe von Arzneimitteln, Süßstoffen und andere chemische Verbindungen im Millionstel-Gramm-Bereich auf möglichste effiziente Art und Weise aus dem Wasser entfernen lassen.

Halensee

Das Forschungsprojekt NITRA

Das Problem ist bekannt. Besonders in Seen von geringer Tiefe, beispielsweise dem Berliner Müggelsee, führt die übermäßige Algenentwicklung zur Trübung des Gewässers. Der Grund hierfür wird in der hohen Stickstoff- und Phosphatkonzentration vermutet. Zusammen mit unseren Partnern haben wir deshalb das Forschungsprojektes NITROLIMIT gegründet. Dort erforschen wir den tatsächlichen Einfluss von Stickstoffen und Phosphate auf die Gewässerqualität. Außerdem entwickeln wir Gewässerschutzmethoden, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar sind.

Diese Seite finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bwb.de/content/language1/html/21244.php
© 2009, Berliner Wasserbetriebe.