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Leitsystem für Abwasser
Leitsystem für Abwasser - damit unsere Gewässer sauberer werden
Ein in seiner Dimension einzigartiges Leitsystem bewirkt, dass starke Regenfluten zu Abwasseranlagen gelenkt werden, die Kapazitäten frei haben. Dies reduziert Überläufe von Regenwasser in die Gewässer und erspart diesen viel Schmutz.
Schwere Niederschläge betreffen selten das gesamte Stadtgebiet, sie treten meist lokal begrenzt auf. In diesen Fällen sind die Kapazitäten des Kanalnetzes samt seiner Rückhaltemöglichkeiten und die der Pump- sowie der Klärwerke lokal überfordert. Denn die Pumpwerksleistung ist auf ein Maß beschränkt, das in den jeweils angeschlossenen Klärwerken den biologischen Reinigungsprozess nicht gefährdet. Nähr- und schadstoffhaltiger Straßendreck, der vor allem mit dem Regenwasser ins Netz gespült wird, gelangte so über Regenüberläufe direkt in die Gewässer. Nun ermöglicht es das neue Leit- und Informationssystem Abwasser (LISA), einen Teil des Wassers dorthin zu führen, wo Klärwerke noch freie Kapazitäten haben.
Zentral gesteuert und vernetzt, damit Spree und Havel sauberer werden
Dieses in seiner Dimension einzigartige Vernetzungs-Projekt bewirkt, dass alle 148 Abwasser-Pumpwerke und 52 Regenbecken der Berliner Wasserbetriebe sowie weitere 106 solcher im Auftrag betriebenen Anlagen im Umland von einer einzigen zentralen Leitstelle aus überwacht und gesteuert werden. Bei Strakregen wird ein Teil des Wassers dorthin geführt, wo Klärwerke noch freie Kapazitäten haben. Dies vermeidet jährlich etwa 1,5 Mio. m³ Mischwasserüberläufe und damit etwa 20 Prozent der bisher durchschnittlichen Menge. Ergebnis: LISA erspart unseren Berliner Gewässern viel Schmutz.
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