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Umweltschutz
Phosphorrückgewinnung
Phosphorrückgewinnung - Entlastung von Gewässern und Rückgewinnung eines Rohstoffes
Jeder Mensch scheidet rund 2 Gramm Phosphor pro Tag aus. Phosphor gelangt über das Abwasser in den Wasserkreislauf. Hohe Phosphorkonzentrationen sorgen im Gewässer für starkes Algenwachstum.
In den Berliner Klärwerken werden Phosphorverbindungen auf biologische Art und Weise mit Hilfe von Mikroorganismen aus dem Abwasser entfernt.
Unter bestimmten Bedingungen kann Phosphor wieder freigesetzt werden und mit Substanzen reagieren, die in der weiteren Schlammbehandlung zugeführt werden.
Dabei kam es Anfang der 90er Jahre immer wieder zu Kristallisationsprozessen. Das führte zu Verstopfungen in Rohrleitungen, die den Querschnitt der Leitungen innerhalb weniger Tage um bis zu 80 Prozent verringerte.
Ein unternehmenseigenes Forschungsprojekt hat herausgefunden, dass die Kristallisation kontrolliert an einer anderen Stelle ablaufen kann. Das erzeugte Salz besteht aus Magnesium, Ammonium und Phosphat - MAP. Dadurch kann nicht nur eine erhebliche Menge Phosphat ausgeschleust werden, sondern die Schlammentwässerung verbessert werden und störungsfrei ablaufen.
Seit 2004 besitzen die Berliner Wasserbetriebe das Patent für die gezielte Fällung von Magnesium-Ammonium-Phosphat mit Magnesiumsalzen.
Den daraus gewonnenen mineralischen Langzeitdünger vertreiben die Berliner Wasserbetriebe seit 2008 unter dem Namen 'Berliner Pflanze'. Der Verkauf dieses Düngemittels wurde vom Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung genehmigt.

