Gibt es Uran im Berliner Trinkwasser?
Das Berliner Trinkwasser ist für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet. Aktuelle Messergebnisse zur Konzentration des Schwermetalls Uran belegen, dass in den Berliner Wasserwerken geltende Grenzwerte sogar um ein vielfaches unterschritten werden.
Uran ist ein nahezu überall auf der Erde weit verbreitetes, und zudem reaktionsfreudiges Schwermetall. In seinen Verbindungen kann es auf natürliche Art in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft enthalten sein. Neben dem natürlichen Eintrag gelangt Uran auch durch menschliche Aktivitäten, z. B. durch Uranbergbau oder Verbrennung von Kohle, in die Umwelt. Während bei der Aufnahme durch den Menschen die Schädigung der Gesundheit durch radioaktive Strahlung des Urans vernachlässigbar ist, trat in den letzten Jahren seine Giftigkeit in den Vordergrund. Ähnlich wie andere Schwermetalle auch kann es insbesondere die Nierenfunktion beeinträchtigen.
Leit- und Grenzwerte für Uran
Im Jahr 2005 hat das Umweltbundesamt einen gesundheitlich lebenslang duldbaren Leitwert für Uran im Trinkwasser von 10 Mikrogramm pro Liter festgesetzt.
Mit der Novelle der Trinkwasserverordnung, gültig ab 1. November 2011, ist dieser bisherige Leitwert mit 0,010 Milligramm (= 10 Mikrogramm) pro Liter als
Grenzwert für Uran festgelegt worden. Dieser Uran-Grenzwert laut Trinkwasserverordnung ist in Deutschland der weltweit schärfste und bietet gesundheitliche Sicherheit vor möglichen Schädigungen durch Uran im Trinkwasser. Für den Grenzwert ist die chemische Toxizität von Uran maßgebend.
Die Mineral- und Tafelwasserverordnung hat bisher keinen Grenzwert für Uran, obwohl viele Mineralwässer davon betroffen sind. Ein Grenzwert von 2 Mikrogramm pro Liter gilt ausschließlich für natürliche Mineralwässer und sonstige abgepackte Wässer, die der Abfüllbetrieb werblich als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ auszeichnen will.
Zur Bestimmung der Urankonzentration wird das Trinkwasser am Ausgang der Berliner Wasserwerke untersucht.


Uran