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Frau wäscht Tomaten unter Wasserhahn ab

Blaues Wasser für den grünen Daumen

Wenn Sie stolzer Besitzer eines kleinen oder großen Gartens sind und diesen optimal hegen und pflegen, dann finden Sie hier einige hilfreiche Gartentipps zum richtigen Umgang mit Wasser - von der Bewässerung bis zum eigenen Teich. Der vergleichsweise geringe Niederschlag im Monat April bescherte den Berlinern jedenfalls bereits zum Start in die Gartensaison jede Menge Arbeit und Freude beim Gießen.

Denn Berliner mögen es gerne grün. Und suchen Erholung in der Natur. Keine andere Stadt in Deutschland hat so viele Kleingärten im unmittelbaren Einzugsgebiet der Innenstadt wie Berlin. 3,5 Prozent der Stadtfläche nimmt das ‚Fleckchen im Grünen’ ein. Das sind mehr als 75.000 Kleingärten! Damit diese grünen Oasen wachsen und gedeihen, werden sie gehegt und gepflegt. Regelmäßig zur Gießkanne oder zum Gartenschlauch zu greifen, ist dabei selbstverständlich. Doch wie wässert man richtig? Wann tut man den Pflanzen damit einen Gefallen? Und wann nicht?

Übrigens:

Die TU Berlin hat in einer Studie herausgefunden, dass ein gemischt bepflanzter Garten in Berlin jährlich 175 Liter Wasser pro Quadratmeter benötigt!

Ziffer eins

Gartentipp: Morgens oder abends gießen

Wenn Sie Ihrem Garten etwas Gutes tun wollen, dann gießen Sie ihn nur morgens oder abends. Grundsätzlich gilt:
Die günstigste Tageszeit zur Bewässerung ist der Morgen, denn dann sind die Verdunstungsverluste im Gegensatz zur Mittagszeit noch gering. In den Abendstunden können die Pflanzen wiederum häufig nicht mehr ausreichend abtrocknen, was den Pilzbefall begünstigt. Morgens erfreut das frische Nass allerdings die Nacktschnecken, die man jedoch etwa nach einer halben Stunde gut absammeln und sie so daran hindern kann, ihren Hunger zu stillen. Ein positiver Nebeneffekt des Gießens am Morgen oder Abend: Sie vermeiden, dass Ihre Pflanzen „Sonnenbrand“ bekommen. Denn trifft Sonne direkt auf Ihre nassen Pflanzen, werden die Wassertropfen zu kleinen Lupen und verbrennen die Blätter. Gelbe bis braune Flecken entstehen.

Ziffer zwei

Gartentipp: Je nach Pflanze mit Gartenschlauch oder Gießkanne

Es gibt verschiedene Arten, den Garten zu bewässern. Gerade für große Flächen, die gleichmäßig Wasser benötigen, bieten sich Sprühregner an. Für Beete, deren Pflanzen gleich viel Wasser benötigen, sollte eine Tropfbewässerung verwendet werden. Im einfachsten Fall sind dies Schläuche mit kleinen Löchern, durch die immer wieder Wasser direkt auf den Boden in unmittelbare Nähe der Wurzeln tropft. Das ist eine sehr effiziente Art Pflanzen zu versorgen. Braucht Ihr Grün unterschiedlich viel Wasser, dann bleibt immer noch der Griff zur Gießkanne. So können Sie gezielt einen 'Wasserschlucker' versorgen oder einer neuen Pflanze beim Anwachsen helfen.

Ziffer drei

Gartentipp: Wässern mit Tiefgang

Auch wenn der Boden oberflächlich trocken aussieht, so speichert er mit der richtigen Gießmethode Feuchtigkeit in seinem Innern. Wässern Sie Ihren Garten dazu nicht einfach oberflächlich, sondern vor allem gründlich. Dann nimmt die Erde viel mehr Wasser auch in tieferen Bodenschichten auf. Ihre Pflanzen bilden ihre Wurzeln nicht nur unmittelbar unter der Erdoberfläche, sondern auch in die Tiefe aus und werden damit widerstandsfähiger. Als Faustregel gilt, dass eine 10-Liter-Gießkanne einen qm² Boden etwa 10 cm tief durchfeuchtet. Da allerdings Bodenbeschaffenheit und -art sowie Pflanzensorte wesentliche Rollen spielen, kann diese Regel nur eine grobe Orientierung liefern. Sie werden sehen: Wenn Sie Ihre Gewächse richtig erziehen, werden sie robuster, auch wenn sie nicht jeden Tag Wasser bekommen.

Ziffer vier

Gartentipp: Rindenmulch und Rasenschnitt als Feuchtigkeitspflege für den Garten

Zusätzlich können Sie den Boden vor dem Austrocknen schützen, wenn Sie Beete mit Rindenmulch, Rasenschnitt oder Laub bedecken. Damit wird die Erde nicht mehr der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und bleibt länger feucht. Auch Bodendecker schützen die Erde vor dem Austrocknen und ersparen Gießarbeit. Diese robusten Pflanzen sind meist anspruchslos und verbreiten sich wie ein schützender Teppich auf dem Boden. Für Ihren Rasen funktionieren diese Tipps natürlich nicht. Doch es ist genauso einfach, ihn vor dem Austrocknen zu schützen: Mähen Sie ihn einfach nicht zu oft! Denn je kürzer das Gras ist, desto weniger wird der Boden vor der Sonne geschützt. Lassen Sie deshalb gerade im Sommer den Rasenmäher einfach mal stehen, lehnen Sie sich in Ihrem Liegestuhl zurück und schauen Sie dem Gras beim Wachsen zu! So lässt es sich leben.

Ziffer fünf

Gartentipp: Blaue Oase im Grünen schaffen

Der Garten ist bereits zur Oase geworden und grünt an allen Ecken und Ende? Wie wäre es dann mit einem Tupfer Blau dazwischen? Betrachten Sie doch entspannt vom Pool aus Ihr Werk! Oder legen Sie sich einen kleinen Teich an, mit Seerosen und ein paar Fischen. Die gedeihen übrigens fast von allein. Gießen zumindest, müssen Sie dort dann nicht mehr.

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