Wasserspender in der Schule gegen Übergewicht

Grundschüler werden seltener übergewichtig, wenn in ihrer Schule ein Wasserspender steht und auch die Lehrer regelmäßiges Wassertrinken unterstützen. Das zeigt eine Studie des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE).

An der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft geförderten Studie beteiligten sich rund 3.000 Grundschulkinder aus Essen und Dortmund.

In einem Teil der Schulen ließen die FKE-Wissenschaftler zu Beginn des Schuljahres 2013/2014 Wasserspender installieren. Die Lehrer begleiteten das Experiment mit einer Unterrichtsreihe über die Bedeutung des Wassers für den Körper. Die Materialien stellte das FKE zur Verfügung. Als weiteren Trinkanreiz erhielt jedes Kind eine Wasserflasche. Rund 1.600 Grundschüler kamen in den Genuss dieser Maßnahmen. Das Ergebnis: Sie tranken am Schuljahresende täglich ein Glas Wasser mehr als ihre 1.400 Altersgenossen ohne diese Anreize.

Trend zum Übergewicht gestoppt

Zu Beginn der Studie waren in beiden Gruppen etwa gleich viel Kinder übergewichtig. In der „Wasser-Gruppe“ blieb dieser Anteil im Jahresverlauf unverändert. In der Gruppe ohne Trinkanreiz stieg er dagegen von 25,9 Prozent auf 27,8 Prozent. „Mit einer einfachen Maßnahme konnten wir den Trend zum Übergewicht stoppen“, freut sich Dr. Mathilde Kersting, die die Studie leitete. Jetzt gehe es darum, dieses veränderte Trinkverhalten dauerhaft zu festigen.

Kleiner Aufwand – großes Ergebnis

Nach Schätzungen der Bundesärztekammer verursachen durch Übergewicht hervorgerufene Krank-heiten jährliche Kosten von 15 bis 20 Milliarden Euro. Die Studie hat gezeigt, dass sich dieser Trend bereits im Grundschulalter mit geringem Aufwand stoppen lässt. Denn mit 13 Euro pro Kind und Jahr plus einmalig 2.500 Euro für den Wasserspender fielen die Kosten dieser Maßnahme vergleichsweise gering aus.

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