Startseite
Rund um den Hausanschluss
Fragen und Antworten
Fragen und Antworten
Sie möchten mehr über Wasser wissen, dann finden Sie hier Antworten - Kurze, wenn Sie es eilig haben und Ausführliche, wenn Sie etwas mehr Zeit mitbringen. Auf jeden Fall dürfen Sie sich auf eine interessante Lektüre freuen.
Wie kann ich mein Wasser testen lassen?
Als Mieter oder Privatkunde können Sie das Berliner Trinkwasser, das aus Ihrer Leitung fließt, auf seinen Kupfer-, Blei-, Eisen-, Nitratgehalt untersuchen lassen. Wenden Sie sich dazu schriftlich an die
Kundenberatung Berliner Wasserbetriebe - Labor
Motardstraße 25
13629 Berlin
Melden Sie sich telefonisch über unsere kostenfreie Service-Nummer bei uns oder schreiben Sie uns eine E-Mail.
Woran erkenne ich einen Defekt in der Hausinstallation?
Eine defekte Leitung erkennen Sie spätestens, wenn Wasserschäden an Decke und Wänden sichtbar werden.
Stellen Sie das Wasser ab! Begrenzen Sie den Schaden!
Wie kann ich Rückstau vermeiden?
Für meteorologische Extreme sind die Kanäle nicht ausgelegt. Bei solchen Unwettern können sie dann mitunter nicht alles Wasser sofort ableiten, es kommt zum Rückstau. Sollten Sie im Keller Duschen, Toiletten, einen Waschmaschinenabfluss oder andere Sanitäreinrichtungen haben, dann ist der Einbau einer Abwasserhebeanlage der sicherste Schutz gegen Rückstau.
Das Klappern eines Kanaldeckels stört - was kann ich tun?
Verunreinigungen, Abnutzungen oder Schäden im Aufnahmerahmen des Schachtdeckels können dazu führen, dass der Deckel nicht mehr komplett im Rahmen aufliegt und beim Überfahren durch Fahrzeuge klappert. Wenn Sie sich dadurch gestört fühlen, melden Sie klappernde Schachtdeckel bitte mit genauer Lagebeschreibung an die Berliner Wasserbetriebe. Wir kümmern uns darum.
Druckabfall! Filter verstopft?
Wenn Ihre Hausinstallation dem aktuellen Stand der Technik entspricht, passiert das ins Haus fließende Trinkwasser hinter dem Wasserzähler einen so genannten Feinfilter. Durch ihn sollen Partikel wie Sand oder kleinste Partikelablagerungen aus den Rohrleitungen zurückgehalten werden. Andernfalls können sich die Partikel in der Installation ablagern und zur Korrosion führen, die Dichtungen in den Armaturen beschädigen oder das Wasser eintrüben. Bei den Filtern gibt es grundsätzlich zwei Ausführungen: rückspülbare und nicht rückspülbare Filter, die entweder alle 2 Monate gespült (rückspülbare Filter) oder alle 6 Monate gewechselt (nicht rückspülbare Filter) werden müssen, damit es nicht zum Druckabfall in der Hausinstallation kommt oder die Beschaffenheit des Trinkwassers beeinträchtigt wird.
HINWEIS:
Die Reinigung der Filter kann nicht durch den Entstörungsdienst der Berliner Wasserbetriebe vorgenommen werden, da sich diese im Bereich des Hauseigentümers befinden. Daher empfehlen wir in solchen Fällen die Beauftragung eines Installateurunternehmens durch den Hauseigentümer. Durch eine regelmäßige Wartung werden viele Fehlfahrten unseres Entstörungsdienstes vermieden, dem somit mehr Zeit zur Abwendung von Gefahren durch Rohrschäden zur Verfügung steht.
Braunes Wasser, was nun?
Ihr Wasser weist eine bräunliche Färbung auf? Das kann zwei Ursachen haben: Bei Arbeiten am Rohrnetz oder der Hausinstallation wird das Wasser meist abgestellt. Die Folge: Wasser steht in den Leitungen. Werden die Leitungen wieder angeschlossen und das Wasser mit 4,5 bis 5,5 bar durchgeleitet, können sich Spuren von Rost von den Innenwänden lösen. Diese Rostflocken lagern sich normalerweise an den Innenseiten ab, werden aber bei Änderungen der Fließrichtung mitgerissen.
Das Problem lässt sich leicht beheben. Lassen Sie das Wasser einen Augenblick laufen, dann klärt es sich.
Habe ich Bleirohre?
Unser Trinkwasserrohrnetz ist von jeher bleifrei. Trotzdem gibt es in Berlin noch bis zu 7.000 Hausanschlussrohre und eine unbekannte Anzahl alter Gebäude mit Hausinstallationen aus Blei.
Wenn Sie mehr Klarheit wünschen, dann fragen Sie doch einmal Ihren Hausbesitzer oder Verwalter nach dem Material Ihrer Rohre. Oder lassen Sie das Wasser in unserem Labor auf Blei untersuchen.
Ist das Berliner Trinkwasser radioaktiv belastet?
Nein. In allen Wasserwerken der Berliner Wasserbetriebe wird der Richtwert der Trinkwasserverordnung unterschritten. Die im Rohwasser der Wasserwerke in geringen Konzentrationen vorhandenen radioaktiven Stoffe, die aufgrund ihrer natürlichen Herkunft nicht vermieden werden können, werden durch die bei den Berliner Wasserwerken angewandten Aufbereitungsverfahren sicher auf ein für Mensch und Umwelt verträgliches Maß reduziert.
Gibt es Uran im Berliner Trinkwasser?
Mit 0,010 Milligramm (= 10 Mikrogramm) pro Liter ist der Uran-Grenzwert laut Trinkwasserverordnung (gültig ab 1.11.2011) in Deutschland der weltweit schärfste und bietet allen Bevölkerungsgruppen – Säuglinge eingeschlossen – gesundheitliche Sicherheit vor möglichen Schädigungen durch Uran im Trinkwasser. Für den Grenzwert ist die chemische Toxizität von Uran maßgebend. Aktuelle Messergebnisse zur Konzentration des Schwermetalls Uran belegen, dass in den Berliner Wasserwerken der Grenzwert der Mineral- und Tafelwasserverordnung von 2 Mikrogramm pro Liter bis um das 10 fache unterschritten wird. Das Berliner Trinkwasser ist für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet.
Sind Medikamentenrückstände im Trinkwasser gefährlich?
Trotz moderner Technik ist es schwer, alle Schadstoffe wieder aus dem Wasser zu filtern. Auch führt die moderne Messtechnik dazu, dass immer geringere Mengen festgestellt werden können. Aufgrund des aufwändigen Gewässerschutzes werden in Berlin alle festgelegten Grenzwerte bzw. Richtwerte unterschritten. Nach heutigen Erkenntnissen gehen von den bisherigen Befunden keine Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt aus.
Jeder Bürger kann dazu beitragen, dass die Konzentration der Medikamentrückstände im Abwasser nicht zu hoch wird, indem Medikamentreste über die Apotheken und nicht durch die Toilette entsorgt werden.

