Berlins Seen lassen tief blicken

Im Klärwerk Schönerlinde, dem drittgrößten der sechs Berliner Klärwerke, wird das Abwasser von einer dreiviertel Million Menschen – das entspricht rund 37 Millionen Kubikmetern im Jahr – gesäubert und über den Nordgraben zum Tegeler See geleitet. Seit 1985 wird der Reinigungsprozess, um eine weitere Stufe, die Oberflächenwasser-Aufbereitungsanlage (OWA) Tegel, ergänzt. Mit großem Erfolg: Der Tegeler See gehört heute zu den saubersten Gewässern Berlins.

In der OWA Tegel werden dem Wasser durch Flockung, Fällung, Sedimentation und Filtration, die im Klärwerk noch nicht völlig abgebauten abfiltrierbaren Stoffe und Phosphorverbindungen weitestgehend entzogen. Seit 1985 ist es so gelungen, die Sichttiefe in dem früher stark algentrüben Tegeler See auf rund drei Meter zu verzehnfachen. Der Tegeler See ist damit das sauberste Berliner Gewässer im Spree-Havel-System.

Neben dem Schönerlinder Klarwasser wird in der OWA Tegel auch Havelwasser, das aus der Oberhavel über eine Seeleitung in den Zulauf der OWA gepumpt wird, gereinigt. So wird die Anlage gänzlich ausgelastet und der Tegeler See mit jährlich mit rund 90 Millionen Kubikmeter sauberen Wasser ausreichend durchströmt.

Mit der gleichen Technik befreit die Anlage in Beelitzhof (OWA Beelitzhof) seit 1981 Wannseewasser von Phosphorverbindungen, bevor es in die Grunewaldseenkette zur Regulierung des Wasserstandes gepumpt wird.

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