Benchmarking - Maßstäbe setzen durch Leistungsvergleich

Durch Vergleich bessere Methoden und Praktiken identifizieren, auf die eigene Situation anpassen und implementieren - so lautet das Benchmarking-Ziel für die Berliner Wasserbetriebe. Um dies umsetzen zu können, sind die Berliner Wasserbetriebe Mitglied im sogenannten "Überbetrieblichen Leistungsvergleich großstädtischer Versorgungsunternehmen" (ÜBV) sowie im Unternehmensbenchmarking Abwasser (aquabench).
Das freiwillige Benchmarking der deutschen Wasserwirtschaft wurde sowohl von der Regierung als auch von den Verbänden der Wasserwirtschaft im Rahmen zweier Verbändeerklärungen beschlossen.

Der ÜBV wurde bereits im Jahr 1949 gegründet und bietet den Mitgliedern die Möglichkeit ihre eigenen Leistungs-, Kosten- und Erlöskennwerte sowie die Organisationsstruktur und die Prozessdaten mit denen anderer Mitglieder zu vergleichen. Zurzeit vergleichen insgesamt 25 große Stadtwerke ihre Kennzahlen in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme miteinander. Die Berliner Wasserbetriebe können sich dadurch mit anderen großen und mittleren Wasserversorgern, z.B. aus Hamburg und Dresden freiwillig benchmarken.

Die aquabench GmbH bündelt als Zusammenschluss führender Unternehmen der Wasser- und Abwasserwirtschaft die Erfahrung, die Teilnehmer und Projektleiter seit 1996 mit dem Instrument Benchmarking sammeln konnten. Die Berliner Wasserbetriebe nehmen am Unternehmensbenchmarking Abwasser teil und stellen dadurch eine kontinuierliche Standortbestimmung sowie die Verifikation der Zielerreichung im Bereich Abwasserentsorgung sicher.

Prozess-Benchmarking ermöglicht Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Vor dem Hintergrund der Liberalisierung und der aktuell geführten Diskussion über die Nachhaltigkeit der Wasserversorgung ist ein leistungsfähiges Benchmarking auf Unternehmensebene entwickelt worden. Dazu flankierend werden Prozesse analysiert. Gegenstand des Prozess-Benchmarking ist die Ermittlung von Prozesskosten. Diese werden mit einem Mengentreiber verbunden (z. B. Netzkilometer), um je Prozess Prozesskostensätze zu ermitteln.

In der Analyse werden die spezifischen Prozesskostensätze der Unternehmen miteinander verglichen und unternehmensspezifische Handlungsempfehlungen generiert. Durch die Einbeziehung von Erklärungsfaktoren bietet das Prozess-Benchmarking die Möglichkeit des Lernens von den Besten.

 

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