Pressemitteilung vom 22.07.2010

Keine Durststrecke in Sicht

Im bislang trockensten Monat des Jahres sichern die Berliner Wasserbetriebe eine stabile Trinkwasserversorgung

Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben die Berliner Wasserbetriebe auch im Juli eine stabile Versorgung für die Berlinerinnen und Berliner sichergestellt. Sollte es weitere Wochen heiß und ohne Regen bleiben, wird es ausreichend und bestes Trinkwasser für die rund 3,4 Millionen Einwohner der Hauptstadt geben. Also keine Durststrecke in Sicht. Berliner Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser über Tiefbrunnen gewonnen. Die Berliner Wasserbetriebe halten hierfür aktuell in 9 Wasserwerken Förderkapazitäten von 1,15 Millionen Kubikmeter pro Tag vor. Die Berliner Wasserbetriebe haben einen durchschnittlichen Absatz von 540 000 Kubikmetern am Tag. In diesem Jahr lag am 12. Juli der Spitzenwert bei 889.200 Kubikmetern. Die Tageshöchstförderung im Juli letzten Jahres lag bei 648.500 m³.

Der bislang heißeste und niederschlagsärmste Monat Juli hat – entgegen dem anhaltenden Abwärtstrend in den Absatzmengen in den vergangenen Jahren – den Berliner Wasserbetrieben ein Wasser-Förderhoch beschert. „Ergeben sich in der Nachkalkulation am Ende des Jahres außerordentliche Erlöse, werden diese unseren Kunden gutgeschrieben“, betont der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon.

Die andere Seite der Medaille von fehlendem Niederschlag und sinkendem Gebrauch macht sich im 9.400 Kilometer langen Kanalnetz mit zu langsamer Fließgeschwindigkeit der Abwässer bemerkbar. Das „dicke" Abwasser verursacht bereits im Kanal Ablagerungen und einsetzende Faulung. Dies führt zu Korrosionsschäden und Geruchsbelästigungen, die auch durch unsachgemäße Entsorgung von Speiseresten und Fetten in den Kanal mit verursacht werden.

Die Berliner Wasserbetriebe verfolgen ein Konzept zur Geruchsbekämpfung, das sich über die Felder Kanalreinigung und Spülung; Unterdrückung der Faulung durch Sauerstoff aus der Dosierung von Nitratsalzlösungen; Chemische Reaktion mit Eisenschlamm, Eisen-III-Hydroxid; Abluftbehandlung; Geruchsblocker sowie bauliche Maßnahmen / Planung erstreckt. Auf diesem Gebiet arbeiten die Berliner Wasserbetriebe mit der TU Berlin an einer Kanalforschungsanlage „ODOCO II" zusammen.
 
Unser Kühltipp:
Wasser ist in jeder Form labend. An heißen Tagen sind Armgüsse, kühlende Tücher und Umschläge, Benetzung der Hautoberflächen, Baden, Duschen oder Fußbäder sehr wirkungsvolle Kühlmethoden. Mehrmals am Tag kühles Wasser über die Handgelenke fließen zu lassen ist einfach und effektiv.

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