Seite Nr. 7550
BWB_Wasserbetriebe_Umweltschutz_keyv.jpg

Windkraftanlagen als Beitrag zum Umweltschutz

Windkraftanlagen leisten einen Beitrag zur Reduzierung der CO2- Emissionen und decken einen großen Teil des Strombedarfes für den Betrieb der eigenen Anlagen ab. Aus diesem Grund werden auch die Berliner Wasserbetriebe in Zukunft verstärkt auf die Nutzung und Erzeugung von Windenergie setzen.  


Deutschland produziert hinter den USA die meiste Leistung mit Windenergie. Mit 21.164 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 25.777 MW deckt die hiesige Windenergie derzeit 7,58 Prozent des deutschen Strombedarfs ab. Ziel ist es, durch Windenergie bis 2020 10 Prozent und bis 2050 50 Prozent Anteil am Primärenergieverbrauch zu erreichen.

Innerhalb der deutschen Grenzen spielt Berlin in Sachen Windenergie trotz eines relativ großen Windpotenzials noch eine sehr kleine Rolle. Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen – Anhalt tragen zurzeit am meisten zur erbrachten Gesamtleistung bei. Aufgrund der klimapolitischen Ziele jedoch – bis 2020 soll die CO2 – Emission im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent reduziert werden – beginnt die Stadt nun auch, mit Windenergie zu planen.

Die Berliner Wasserbetriebe werden ab 2011 die Stromversorgung ihres Klärwerks Schönerlinde über den Einsatz von Windenergie in Kombination mit einer Klärgasverwertung im Blockheizkraftwerk sichern. Dafür errichten drei Windräder mit einer Nabenhöhe von 123 Metern. Für das Klärwerk ist dies ein großer Schritt in Richtung Energieautarkie. Heute erzeugt das Klärwerk 17 Prozent seines Strombedarfs selbst. Mit Errichtung der Windräder steigt der Anteil des eigenerzeugten Stroms auf 70 Prozent. Dadurch können jährlich bis zu 10.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Was ist Windenergie und wie entsteht sie?

Bei Windenergie handelt es sich um kinetische Energie bewegter Luftmassen aus der Atmosphäre. Als indirekte Form der Sonnenenergie ist sie den erneuerbaren Energien zuzuordnen. Um Windenergie so effektiv und effizient wie möglich zu nutzen, muss man zunächst die vertikale Unterteilung der Atmosphäre betrachten. Für die Erzeugung von Windenergie ist lediglich die untere Schicht, die Troposphäre, von Bedeutung.

Ab einer Höhe von ca. 60 m erreicht man die sog. Ekman – Schicht, in der gleichmäßige Windgeschwindigkeiten und somit kaum Turbulenzen herrschen. In dieser Höhe werden Windkraftanlagen gebaut. Diese wandeln die kinetische Energie des Windes in elektrische um. Die Bewegungsenergie des Windes trifft hierbei auf die Rotorblätter der Windkraftanlage. Diese bringen den Rotor in eine Drehbewegung und die dadurch entstehende Rotationsenergie wird zu einem Generator geleitet, der diese schließlich in elektrische Energie umwandelt und in das Stromnetz einspeist.


 

Diese Seite finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bwb.de/content/language1/html/7550.php
© 2009, Berliner Wasserbetriebe.