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Verlangsamung der Brunnenalterung

Im Rahmen des Projektes soll die Alterung der Brunnenanlagen untersucht und durch eine verbesserte Überwachung sowie entsprechende Diagnosen verlangsamt werden. Die Brunnenalterung und eine reduzierte Förderleistung resultieren aus verschiedenen Prozessen (z. B. Verockerung), die primär von der Geologie und Hydrochemie des jeweiligen Standortes, den baulichen Eigenschaften des Brunnens sowie dessen Betrieb abhängig sind.

Projektbeschreibung und Ziele
WellMa steht für „Well (Brunnen)-management“, das vom Betrieb und der Überwachung über die Zustandsanalyse bis hin zur Instandhaltung alle Entschei-
dungen bezüglich Tiefbrunnen umfasst. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB), den Fachbereichen Hydrogeologie
der FU Berlin und Umweltmikrobiologie der TU Berlin sowie den Firmen Pigadi GmbH und Veolia Eau durchgeführt.

Die erste Projektphase (WellMa I 2007-2009) hat bereits verfügbare Methoden zur Brunnenüberwachung und Diagnose hinsichtlich ihres Informationswert sowie ihrer Anwendbarkeit bewertet. Nun werden die am besten geeigneten Methoden im Rahmen von Feldversuchen eingesetzt, um sowohl den Einfluss des Brunnen-
betriebs als auch die Methoden der Brunnenpflege und Regenerierung zu vergleichen und ihre Anwendbarkeit zu optimieren.

Innovationen und Anwendungen
Parallel dazu werden molekularbiologische Untersuchungen durchgeführt, um jene Eisenbakterien zu charakterisieren, die an der Verockerung beteiligt sind. Hierfür wurde ein neues In – situ – Probenahmeverfahren entwickelt, das verschiedene Brunnen und ihre hydrochemischen Eigenschaften vergleicht und somit die Wachstumsbedingungen der Bakterien herleitet.

Basierend auf dieser Projektarbeit können praktische Empfehlungen für den Brunnenbetrieb, seine Überwachung und die vorbeugende Instandhaltung abgeleitet werden.

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