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Trinkwasseraufbereitungsanlage

Wasserwerke

Neun Wasserwerke versorgen Berlin und angrenzende Gebiete im Umland mit Trinkwasser. Die Werke liegen in der Nähe von Seen und Flüssen in den Wasserschutzzonen.

Für Haushalte, Industrie und Gewerbe werden im Durchschnitt täglich 585.000 m³ Trinkwasser bereitgestellt. Maximal 1,14 Millionen Kubikmeter pro Tag sind möglich. Die Wasserwerke arbeiten im Verbund. Selbst wenn ein Wasserwerk ausfällt, führt das nicht zu einem lokalen Zusammenbruch der Wasserversorgung.

Bei geringem Verbrauch in den Nachtstunden werden einzelne Wasserwerke zeitweilig abgeschaltet. Von einer zentralen Schaltwarte im Wasserwerk Friedrichshagen wird  die gesamte Wasserversorgung Berlins überwacht und wiederum von drei verschiedenen Standorten aus geleitet. Wasserwerke, Zwischen-  und Überpumpwerke sind durch ein engmaschiges Netz von Transportleitungen miteinander verbunden.

Grafik Kreislauf Trinkwasseraufbereitung
Trinkwasseraufbereitung

Aus Tiefbrunnen wird Grundwasser zu den Wasserwerken gepumpt (1), und dort als so genanntes Rohwasser z. B. in gigantischen Duschen belüftet (2), es reagiert mit dem Sauerstoff aus der Luft. Das im Wasser gelöste Eisen und Mangan fällt zu winzigen Rostflocken aus (3). Die Flocken werden beim langsamen Durchströmen der Sandfilter zurückgehalten (4). Fertig ist das Trinkwasser. Eine Desinfektion durch Chlor, Ozon oder UV-Licht ist in Berlin überflüssig, kann aber bei Bedarf angewandt werden. Das hochwertige Trinkwasser wird in großen Behältern gespeichert (5) und je nach Bedarf in das weit verzweigte Trinkwasserrohrnetz Berlins gepumpt (6).

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