Gewinnung aus reinem Grundwasser

Das Berliner Trinkwasser stammt aus innerstädtischen Grundwasservorkommen, die sich in mehr als 10.000 Jahre alten Tiefenschichten gebildet haben. Um diesen wertvollen Wasservorrat zu schützen, wurden im Umkreis der Grundwassergewinnungsanlagen Wasserschutzgebiete festgesetzt.

Grundwasser – Qualität aus der Natur

Grundwasser ist als Ressource für die Trinkwassergewinnung optimal, da es sich durch die Versickerung von Niederschlägen und Oberflächenwasser immer wieder neu bildet und beim Passieren verschiedener Bodenschichten auf natürliche Art gereinigt und zugleich mit wertvollen Mineralien angereichert wird.

In manchen Gewinnungsgebieten, in denen sich das Grundwasser nicht auf natürlichem Wege ausreichend auffüllen kann, reichern wir im Umkreis der Brunnen das Grundwasser mit vorgereinigtem Oberflächenwasser an. Hierzu wird das Oberflächenwasser in flachen Erdbecken oder in naturnahen Teichen und Gräben angestaut.

Brunnenförderung

Rund 650 Tiefbrunnen – minimal 30 Meter und maximal 140 Meter tief – fördern das Grundwasser zu den Wasserwerken, in denen es zu Trinkwasser aufbereitet wird. Vorwiegend sind so genannte Vertikalfilterbrunnen mit einer Förderkapazität von 40 bis 400 Kubikmeter/Stunde im Einsatz, drei Horizontalfilterbrunnen können sogar bis zu 1.600 Kubikmeter Wasser pro Stunde gewinnen.

Wasserschutzzonen

In Berlin ist Grundwasser für die Trinkwassergewinnung in ausreichender Menge und guter Qualität vorhanden. Damit dieser natürliche Schatz für die Zukunft gewahrt bleibt, wurden die Gebiete im Umfeld der Brunnen zu Wasserschutzgebieten erklärt. Insgesamt sind 221 Quadratkilometer – etwa ein Viertel der Berliner Stadtfläche – als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Sie unterteilen sich in drei Schutzzonen mit jeweils unterschiedlichen Schutzbestimmungen:

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