Vom Schmutzwasser zum Spreewasser

Den hohen Anforderungen an die Berliner Abwasserreinigung werden wir mit unserem Know-how und unseren technischen Ausrüstungen gerecht. Dazu gehören neben dem engmaschigen Kanalnetz unter anderem 154 Pumpwerke, 1.170 Kilometer Druckrohrleitungen und sechs Klärwerke.

Mit Druck zum Klärwerk

Unsere 154 Pumpwerke sind durch das 1.170 Kilometer lange Druckleitungsnetz untereinander verbunden. Sogenannte Hauptpumpwerke fördern das Abwasser via Druckleitung zu den Klärwerken. Sie gelten als Leitstelle für unsere automatisch arbeitenden Anschluss-, Über- und Regenpumpwerke. Künftig werden sie alle von einer Schaltwarte aus überwacht und gesteuert. Überpumpwerke heben das Abwasser bei Bedarf in höher gelegene Kanalnetze oder direkt in den Saugraum eines anderen Pumpwerkes. Regenpumpwerke entwässern Tiefpunkte, zum Beispiel in Straßentunneln. Sie pumpen das Wasser in einen höher gelegenen Regenwasserkanal, Fluss, Kanal oder See.

Wir klären das

Bei trockenem Wetter reinigen unsere sechs Klärwerke täglich rund 620.000 Kubikmeter Abwasser. Dazu gehören Schmutzwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industrie sowie Niederschlagswasser. Abwasser aus Haushalten besteht aus Toilettenwasser, Küchenwasser mit Gemüse- und Speiseresten sowie Putz-, Wasch- und Badewasser. Niederschlagswasser enthält den Schmutz von Dächern, Höfen, Gärten, Straßen und Plätzen. Abwasser kann mit ungelösten und gelösten Stoffen verschmutzt sein. Ungelöste Stoffe schwimmen im Wasser oder sinken. Gelöste Stoffe lassen sich nur biologisch oder chemisch vom Wasser trennen. Dafür haben wir unsere Anlagen mit biologischen Reinigungsstufen – einschließlich Phosphor- und Stickstoffreduzierung – ausgerüstet.

In den Klärwerken durchläuft das Abwasser zunächst eine mechanische Reinigungsstufe mit Rechen, Sandfang und Absetzbecken. In der biologischen Reinigungsstufe folgen anaerobe, anoxische und aerobe Zonen, wo Phosphor- und Stickstoffverbindungen biologisch entfernt werden. Ungelöste und biologisch abbaubare gelöste Schmutzstoffe werden zu 97 Prozent zurückgehalten. Ist das Abwasser gereinigt, leiten wir es ins Oberflächenwasser und führen es damit wieder seinem natürlichen Kreislauf zu.

Seit vielen Jahren forschen auch die Berliner Wasserbetriebe intensiv an neuen, den bisherigen Klärprozess ergänzenden Techniken, die das Abwasser noch weitergehender reinigen und den dafür notwendigen Mehraufwand sowohl finanziell als auch energetisch begrenzen.

Klärwerk in Berlin

Klärwerk Ruhleben - Saubere Sache

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