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Berliner Wasserbetriebe
Abwasserbehandlung
Abwasserpumpwerke
Pumpwerke und Druckrohrnetz
Ganz Berlin ist in Entwässerungsgebiete aufgeteilt, die nach Flussläufen und Schifffahrtskanälen ausgerichtet sind. Die Abwässerkanäle leiten das Abwasser zu Abwasserpumpwerken, die es durch ein Druckrohrnetz zu den Klärwerken pumpen.
Die Grenzen der Entwässerungsgebiete sind nicht identisch mit den Bezirksgrenzen. Die Gebiete sind nach Flussläufen und Schifffahrtskanälen ausgerichtet und folgen den unterschiedlichen Höhenverhältnissen. Die Abwasserkanäle führen immer zum tiefsten Punkt des Entwässerungsgebiets und leiten das Abwasser zu einem von 150 Abwasserpumpwerken. Von dort wird es durch ein 1.145 km langes Druckrohrnetz zu den Klärwerken gepumpt. Die Pumpwerke sind in 13 Pumpwerksgruppen mit je einem Hauptpumpwerk zusammengefasst. Von den Hauptpumpwerken werden die Anschlusspumpwerke und Überpumpwerke überwacht und zum Teil auch ferngesteuert. Viele dieser Pumpwerke sind nicht mehr personell besetzt.
Hauptpumpwerke fördern das Abwasser über Druckleitungen zu den Klärwerken. Sie sind Leitstelle für die automatisch arbeitenden Anschluss-, Über- und Regenpumpwerke, die von hier aus überwacht und ferngesteuert werden. In absehbarer Zeit werden alle 150 Pumpwerke von einer einzigen Schaltwarte aus überwacht und gesteuert.
Anschlusspumpwerke fördern das Abwasser zusammen mit anderen Haupt- und Anschlusspumpwerken über gemeinsame Druckleitungen direkt zu den Klärwerken.
Überpumpwerke heben dagegen das Abwasser in höher gelegene, benachbarte Kanalnetze oder direkt in den Saugraum eines anderen Pumpwerks.
Regenpumpwerke entwässern Tiefpunkte in Tunnelbauten des Schnellverkehrs- und Straßensystems und pumpen Regenwasser, das über den offenen Tunnelrampen zusammenfließt, in einen höher gelegenen Regenwasserkanal oder einen Fluss, Kanal oder See.
