Wasser sorgsam nutzen statt sparen

Wasser sorgsam nutzen heißt, nicht am falschen Ende zu sparen. Denn: Ein sinkender Verbrauch verursacht steigende Kosten.

Trinkwasser ist kostbar und die Wasserknappheit in der Welt ein ernstes Thema. Aber: Wasser ist, anders als Erdgas oder Öl, eine lokale Ressource und nicht interkontinental handelbar. Komfortverzicht hierzulande kann das Problem des Wassermangels anderswo auf der Welt also nicht lösen.

In und um Berlin gibt es keinen Grundwassermangel. Damit steht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Aus ökologischer Sicht besteht also keine Notwendigkeit, Wasser zu sparen. Für unser Berliner Leitungswasser ist es sogar günstiger, wenn wir mit dem kühlen Nass nicht zu sparsam umgehen. Denn, wenn es fließt statt still zu verharren, ist es von besserer Qualität.

Sinkt der Wassergebrauch, steigen die Kosten

Das klingt paradox, ist es aber nicht. Denn: Die Infrastruktur für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wurde für eine bestimmte Menge Wasser ausgelegt. Die aber ist kontinuierlich gesunken. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich der Wassergebrauch in Berlin halbiert. Fliest weniger Abwasser durch unsere Kanäle in die Klärwerke, müssen wir die vorhandene Infrastruktur durch zusätzliche Maßnahmen wie Hochdruckspülungen intakt halten. Das ist aufwendig und teuer. Auch Wasserwerke und Rohrnetz müssen unterhalten werden – unabhängig davon, wie viel Wasser durch die Leitungen fließt. Da diese Kosten auf die genutzte Menge umgelegt werden, wirkt sich der sinkende Wassergebrauch negativ auf den Wasserpreis je Kubikmeter aus – der Preis steigt also tendenziell.

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Seite Nr. 12390