Ihr Abwasseranschluss – Die Fakten

Schmutzwasser und Niederschlagswasser - zwei Sorten Abwasser
Bei der Ableitung und Behandlung von Abwasser unterscheiden wir zwischen Schmutz- und Niederschlagswasser. Schmutzwasser ist benutztes Wasser aus dem Haushalt, z. B. aus Bad und Küche. Niederschlagswasser im Sinne des Abwasserbegriffs ist das von bebauten und befestigten Flächen (z. B. Dächern, Straßen und Wegen) abfließende und gesammelte Wasser.

Schmutzwasser ableiten, Niederschlagswasser bewirtschaften
Grundstücke, auf denen Schmutzwasser anfällt, müssen an die in den Straßen vorhandene öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Die Bauordnung für Berlin schreibt diesen Anschluss- und Benutzungszwang für Schmutzwasser vor. Dabei können mehrere Grundstücke einen Anschluss gemeinsam benutzen.

Das Niederschlagswasser ist vom Anschluss- und Benutzungszwang ausgenommen und soll gemäß dem Berliner Wassergesetz möglichst am Ort des Anfalls bewirtschaftet werden. Welche Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung Sie auf Ihrem Grundstück umsetzen und dabei sogar Niederschlagswasserentgelt einsparen können, erfahren Sie hier.

Ist eine Ableitung erforderlich, ist diese nur noch stark begrenzt möglich. Maßgeblich sind die Einleitbegrenzungen des Landes Berlin sowie die Leistungsfähigkeit der Kanäle. Das Niederschlagswasser muss dann auf dem eigenen Grundstück zwischengespeichert werden, um mithilfe einer Drossel zeitlich verzögert in die Kanalisation eingeleitet zu werden. Sogenannte Regenfrontrohre dürfen nicht unmittelbar an die Kanalisation angeschlossen werden. Auch bei gedrosselter Einleitung in die Kanalisation ist das Niederschlagswasserentgelt zu entrichten.

Ihr Grundstück - Ihre Verantwortung
Der Teil des Hausanschlusskanals, der sich auf Ihrem Grundstück befindet, einschließlich des Hauskastens, gehen nach der Fertigstellung formlos in Ihr Eigentum über. Für die Unterhaltung, Instandsetzung und mögliche Veränderungen sind Sie verantwortlich.

Der Teil des Kanals, der sich im öffentlichen Straßenland befindet, bleibt bei neu hergestellten Hausanschlusskanälen im Eigentum der Berliner Wasserbetriebe. Für die Pflege sind wir verantwortlich. Bei vorhandenen älteren Hausanschlusskanälen können die Eigentumsverhältnisse und die Verantwortlichkeit für den Teil des Kanals, der sich im öffentlichen Straßenland befindet, sehr unterschiedlich sein.

Robuste Rohre
Für den Hausanschlusskanal verwenden wir Steinzeugrohre mit einem Mindestdurchmesser von 150 mm. Der Hauskasten besteht aus Gusseisen.

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© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 1304