Am 5. Juli im Kanal unter dem Prenzlauer Berg laufen

Pressemitteilung vom 01.07.2014
Mit Taschenlampe und Galoschen durch die Berliner Unterwelt

Schon mal durch den Prenzlauer Berg zwischen Greifswalder Straße und Prenzlauer Allee spaziert? Hundertmal. Auf der Straße. Sicher, wie denn sonst? Unterirdisch, im riesigen Abwasserkanal. Die Berliner Wasserbetriebe laden alle ein, die gern selbst mit ihrer Taschenlampe Licht in die Berliner Unterwelt bringen wollen, und öffnen am Sonnabend, dem 5. Juli 2014, von 10.00 bis 17.00 Uhr den großen Regenüberlaufkanal unter der Straße Prenzlauer Berg.

Der Einstieg ist nahe der Kreuzung zur Greifswalder Straße, ans Tageslicht geht es bei der Tankstelle an der Prenzlauer Allee zurück, wo Spezialfahrzeuge unseres Kanalbetriebs besichtigt werden können, das Wasser Mobil informiert und die Wasserbar erfrischt.

Der mit 4,5 km Länge größte Berliner Kanal ist 1906 bis 1911 aus Ziegeln gemauert worden und beginnt vor dem Abwasserpumpwerk des Radialsystems XI an der Erich-Weinert-Straße in Pankow. Bei sehr starkem Regen leitet er die Abwasserspitze, die das Pumpwerk nicht mehr zum Klärwerk fördern kann, zur Spree, in der er an der Museumsinsel mündet. Aber dank neu geschaffener unterirdischer Stauräume im Umfeld des Pumpwerks ist das heute viel seltener geworden.

In dem Kanal, der an dieser Stelle fast vier Meter breit und drei Meter hoch ist, fließt immer ein wenig Grundwasser aus einer Drainage in Weißensee. Deshalb sind wasserfeste Schuhe unerlässlich, Gummistiefel ideal und eine Taschenlampe die Krönung.

Und: Auf gutes Wetter hoffen, denn bei starkem Regen macht der Regenüberlaufkanal seinem Namen Ehre und läuft über. Weil dann bis zu 25.000 Liter Wasser (pro Sekunde) angerauscht kommen könnten, müsste in diesem Fall die Veranstaltung leider ausfallen. Aber danach sieht die Wetterprognose zum Glück nicht aus.

Weitere Pressemitteilungen 2014

Folgen Sie uns

Diese Seite finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bwb.de/content/language1/html/13539_14608.php
© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 13539