Regenwassereinleitung

Die Einleitbegrenzungen gelten für alle Neubauten oder wesentliche Umnutzungen von Grundstücken. Bei Bauvorhaben im Einzugsgebiet eines Gewässers 2. Ordnung gilt eine maximale Abflussspende von 2 Liter je Sekunde und Hektar, im Einzugsgebiet eines Gewässers 1. Ordnung oder im Einzugsgebiet der Mischwasserkanalisation von 10 Liter je Sekunde und Hektar. Diese Vorgaben stehen im Einklang mit dem Berliner Wassergesetz, das eine Bewirtschaftung von Niederschlagswasser am Ort des Anfalls vorsieht. Weiterführende Informationen zu den aktuell geltenden Einleitvorgaben finden Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Warum eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung sinnvoll ist und wie sie umgesetzt werden kann, erfahren Sie hier.

Bitte beachten Sie: Wenn die Kapazität der vorhandenen öffentlichen Kanalisation bereits vollständig ausgeschöpft ist, kann Ihnen eine Regenwassereinleitung auch gänzlich untersagt werden. Durch Sie als Grundstückseigentümer ist aber in jedem Fall sicherzustellen, dass das anfallende Niederschlagswasser schadlos auf Ihrem eigenen Grundstück zurückgehalten wird und somit auch ein Schutz vor Überflutungen bei Starkregen gegeben ist.

Unser Tipp: Wir empfehlen Bauherren und Planern, sich frühzeitig über die Bedingungen für eine Regenwassereinleitung in die öffentliche Kanalisation zu informieren und eine Voranfrage zur Regenwassereinleitung zu stellen (siehe unten).

Eine frühzeitige Voranfrage bietet den Vorteil, dass sich notwendige Anforderungen an den Umgang mit Niederschlagswasser auf Ihrem Grundstück leichter integrieren lassen, da die Planungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit fortgeschritten sind und die von uns getätigten Angaben noch rechtzeitig einfließen können.

Diese Empfehlung richtet sich auch an Bezirke und Investoren, die in den Prozess zur Aufstellung eines Bebauungsplans eingebunden sind. So frühzeitig wie möglich sollten die Bedingungen zur Regenwassereinleitung bei der Wasserbehörde abgefragt und die möglichen Alternativen einer dezentralen Regenwasserbewirtschaftung durch Fachplaner überprüft werden, um geeignete Maßnahmen und Flächen für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung im Zuge des Bebauungsplanverfahrens planungsrechtlich zu sichern.

Was ist zu tun?

Stellen Sie in wenigen Schritten eine Voranfrage zur Regenwassereinleitung:

  1. Bitte füllen Sie das Kontaktformular aus und beachten dabei besonders die Angaben der Punkte 2 und 3.

  2. Tragen Sie folgende Angaben in das Feld Betreff ein:

    • Lage des Grundstücks, Straße, Hausnummer, Bezirk

  3. Nennen Sie uns im Freitextfeld Eingabe:

    • die Flurstücknummer(n), der Flur und die Gemarkung (falls bekannt)
    • die Grundstücksgröße
    • die Größe der Dach- und versiegelten Flächen, die sie an den öffentlichen Kanal anschließen möchten

  4. Nach Eingang und Sichtung Ihrer Voranfrage informieren wir Sie zeitnah über die Bedingungen zur Regenwassereinleitung.

Kontakt

Schreiben Sie uns, wenn Sie Bauherr, Planer, Investor oder Bezirk sind und frühzeitig Informationen über die Bedingungen zur Regenwassereinleitung benötigen.

Diese Seite finden Sie im Internet unter der URL:
http://www.bwb.de/content/language1/html/16537.php
© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 16537