50 Mal am Tag unter die Lupe – und dann aus dem Hahn

Pressemitteilung vom 24.05.2016
Berliner Wasser wird streng kontrolliert, in Werken und Leitungen

«Ich werde strenger kontrolliert als Du vor Berliner Clubs»: Mit diesem Claim wendet sich das Berliner Wasser in diesem Jahr nicht nur erstmals an seine Nutzer sondern erklärt auch anschaulich, was genau die Wasserbetriebe alles dafür tun, um seine hervorragende Qualität zu sichern und unerwünschte Elemente draußen zu halten.

«Das Berliner Grundwasser ist von hoher Qualität, wir bereiten es naturnah auf, ohne jede Chemie und machen es zu bestem Trinkwasser. Das soll so bleiben», betont Dr. Uta Böckelmann, Leiterin des akkreditierten Labors der Berliner Wasserbetriebe. Dazu untersuchen rund 100 Beschäftigte pro Jahr rund 21.000 Trinkwasserproben.

Mehr als 1.250 dieser Proben werden direkt hinter dem Hauswasserzähler von Kunden an insgesamt 104 Messstellen in der Stadt entnommen, weitere 685 Proben in den acht Trinkwasserpumpwerken. Das dichte Überwachungsnetz umfasst außerdem alle 800 Grundwasserbrunnen sowie sämtliche Technologiestufen der Wasserwerke. Dort wird das Wasser auf chemische, biologische und physikalische Parameter untersucht, und die Wissenschaftler der Wasserbetriebe suchen ohne festes Ziel nach feinsten Spuren etwa von künstlichen Süßstoffen oder Arzneimitteln.

 «Wir betrachten Qualität im Rahmen des gesamten Wasserkreislaufs. Deshalb untersuchen wir nicht nur das Trinkwasser im Wasserwerk, im Rohrnetz und beim Kunden. Auch Grundwasser, Abwasser und sogar unseren Klärschlamm nehmen wir unter das Mikroskop», erklärt Dr. Böckelmann. Auf das, was im Kanal landet, haben die Wasserbetriebe ebenfalls ihren wachsamen Blick: Die Mitarbeiter der Einleiterüberwachung passen auf, dass nur in den Kanal kommt, was im Klärwerk auch wieder herausgeholt werden kann. Dazu haben sie im letzten Jahr 515 Firmen besucht und in 540 Fällen Zustimmungen zur Einleitung erteilt.

Berlin gewinnt - und das ist für eine Stadt dieser Größenordnung etwas Besonderes - sein Trinkwasser "aus eigenem Anbau". Das Wasser von Spree und Havel versickert in einem Prozess monatelanger natürlicher Reinigung zu Grundwasser, sogenanntem Uferfiltrat, das rund 60 Prozent des Berliner Trinkwassers ausmacht.

Das Unternehmen

Die Berliner Wasserbetriebe und ihre 4.430 Mitarbeiter liefern jährlich aus neun Wasserwerken rund 200 Millionen Kubikmeter bestes Trinkwasser und reinigen in ihren sechs Klärwerken ca. 265 Millionen Kubikmeter Abwasser. Dazwischen liegen fast 18.800 Kilometer lange Rohr- und Kanalnetze. Damit ist das Unternehmen Deutschlands Branchenprimus, der auf 160 Jahre Tradition zurückblickt.

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© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 17172