Jahrespressekonferenz 2018

Jahrespressekonferenz

Berlins Gewässer werden sauberer

Wasserbetriebe steigern Abwasserreinigung und erhöhen Investitionen

Bis 2023 investieren die Berliner Wasserbetriebe 2,3 Milliarden Euro und schützen so Wasser und Umwelt. Bereits im Geschäftsjahr 2017 sind die Gesamtinvestitionen um rund 30 Mio. Euro auf 273,9 Mio. Euro gestiegen. Wegen des feuchten Sommers hat das Unternehmen 2017 deutlich mehr Abwasser gereinigt, etwas weniger Wasser verkauft und für das Land Berlin einen Gewinn von 59,6 Mio. Euro erwirtschaftet.

Insgesamt wurden 204,6 Mio. m³ Trinkwasser verkauft (- 5,4 Mio. m³) und 261,7 Mio. m³ Abwasser gereinigt (+ 16,8 Mio. m³), wie das Unternehmen heute bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 mitteilte. In den Mengen spiegelt sich das seit Mai außergewöhnlich regenreiche Jahr. Der Umsatz sank um 54,4 Mio. Euro auf 1.099,5 Mio. Euro.

Die Berliner Wasserbetriebe haben ihre Investitionen um 33,0 Mio. Euro auf 273,9 Mio. Euro erhöht und werden diese in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter steigern. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 111,3 Kilometer Rohre und Kanäle verlegt, saniert oder renoviert. Mit der Errichtung eines 50.000 Kubikmeter-Speicherbeckens in Waßmannsdorf haben die Wasserbetriebe den Beginn des Ausbaus aller Berliner Klärwerke um eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Phosphor- bzw. Spurenstoffentfernung eingeleitet. Allein bis 2023 will man 2,3 Milliarden Euro investieren, von denen jeweils etwa die Hälfte den Rohr- und Kanalnetzen sowie den Klär-, Pump- und Wasserwerken zugutekommt.

„Mit dem Ausbau der Klärwerke und der Errichtung weiterer Speicher für Extremwetterlagen verbessern wir die Gewässer- und damit die Lebensqualität in Berlin“, erklärt Vorstandsvorsitzender Jörg Simon. „Ungeachtet der hohen Investitionen, die wir aus eigener Kraft stem-men, bleiben unsere Tarife auch in den kommenden mindestens vier Jahren stabil.“

Engagement für die Stadt: Viele neue Brunnen und stark gewachsene E-Auto-Flotte
„Mit bis zu 100 neuen Trinkbrunnen und Trinkwasserspendern, mit der Übernahme weiterer Bezirke in den Springbrunnenservice sowie mit dem Ausbau der Elektroautoflotte auf inzwischen 88 abgasfreie Wagen demonstrieren die Berliner Wasserbetriebe ihr Engagement für die Stadt“, so Simon. Die Trinkbrunnen und Wasserspender werden ermöglicht durch den Abgeordnetenhausbeschluss zur Blue Community. Dafür stehen 2018 und 2019 eine Million Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit den Bezirken werden jetzt Standorte für die Wasserspender festgelegt und schon im Mai soll der erste sprudeln. Für die Wartung der Springbrunnen in Friedrichshain-Kreuzberg und sieben weiteren Bezirken ab 2019 hat das Unternehmen sechs Elektro-Lieferwagen angeschafft, die die 82 Wagen umfassende Elektro-Pkw-Flotte ergänzen.

„Die Berliner Wasserbetriebe sind ein erfolgreiches öffentliches Unternehmen“, erklärt Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. „Neben ihren Hauptaufgaben Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung in bester Qualität und bei stabilen Tarifen bereitzustellen, sind die Wasserbetriebe ein wichtiger Partner des Landes Berlin, wenn es um den Ausbau und der Modernisierung der Berliner Infrastruktur geht. Mit den Berliner Stadtwerken sind die Wasserbetriebe ein aktiver Treiber der Energiewende in Berlin.“

Für fünf schnell wachsende Einfamilienhaus-Siedlungen in Pankow und Marzahn bauen die Wasserbetriebe ab diesem Jahr die Kanäle. Mit dem jüngst beschlossenen Bauprogramm für 37 Kilometer neuer Kanäle im Umfang von 60 Mio. Euro schafft das Unternehmen so für mehr als 16.000 Berlinerinnen und Berliner Entsorgungskomfort.

Für die wachsenden Aufgaben des Unternehmens und angesichts des demografischen Wandels stellen die Berliner Wasserbetriebe so viele Fachleute ein, wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 104 Menschen neu eingestellt. Mit 4.336 (Vorjahr 4.355) Beschäftigten und einem Auftragsvolumen von 503 Mio. Euro sind die Berliner Wasserbetriebe unverändert einer der größten Arbeit- und Auftraggeber der Region. 252 (Vorjahr: 256) Jugendliche erlernen im Hause einen von 23 Berufen, die Ausbildungsquote liegt damit bei 6,6 Prozent.

Stadtwerke: Sanierung der Landesimmobilien und sinkende Ökostrom-Tarife
Die Berliner Stadtwerke GmbH haben bisher rund 18 Mio. Euro investiert und damit fast 21 Megawatt Windenergie- und gut 7 Megawatt Photovoltaik installiert. Dahinter verbergen sich u.a. 124 Sonnenstrom-Anlagen, aber auch neue Windräder wie das im März bei Großbeeren errichtete. Für die energetische Sanierung von Landesimmobilien als Ziele des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms haben sich die Stadtwerke eine Struktur gegeben, die Inhouse-Auftragsvergaben des Landes Berlin ermöglicht. Und zur schnelleren Erschließung der solaren Potenziale Berlins haben die Stadtwerke und die großen Wohnungsbaugesellschaften die Gründung einer Mieterstromplattform vereinbart. Gute Verbraucher-Nachrichten sind die weitere Senkung der Grund- und Arbeitstarife der Stadtwerke um gut ein Prozent sowie die Ausweitung des Ökostrom-Angebots auf das Berliner Umland.

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© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 17490