Berliner Trinkwasser verdient seinen Namen

Pressemitteilung vom 19.09.2000
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nicht nachweisbar

Das Berliner Trinkwasser verdient seinen Namen. Es kann unbedenklich in jeder Menge und zu jeder Zeit frisch aus dem Hahn genossen werden.

In Pressemeldungen vom heutigen Tage wird von bedenklichen Konzentrationen sogenannter Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) in deutschem Trinkwasser gesprochen. Die Herkunftsorte dieser belasteten Proben werden nicht genannt. Die Meldungen beziehen sich auf einen Zwischenbericht zu einer noch nicht beendeten Studie der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW), über die das ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus berichtet.

Die deutsche Trinkwasserverordnung sieht einen zulässigen Grenzwert für die Summe aller PAK von 0,0002 Milligramm je Liter (mg/l) vor. Die Analysewerte des Berliner Trink- und Rohwassers unterschreiten diesen Wert bei weitem und liegen mit weniger als 0,00001 mg/l an bzw. unterhalb der Nachweisgrenze.

Hintergrund der Studie ist, dass es in den 30er bis 60er Jahren technischer Standard war, Wasserrohre aus Grauguss mit einer Teerauskleidung vor Korrosion zu bewahren. Solche Rohre werden jedoch seit mehr als 30 Jahren nicht mehr verlegt, sondern seither entweder ausgewechselt oder mit einer Zementauskleidung saniert. Dazu kommt, dass im Trinkwasser - in Berlin besonders zahlreich - enthaltene Mineralien in den Rohren inkrustieren. Damit entsteht eine natürliche Schicht, die ständig wächst. Wenn diese Schicht zu dick geworden ist, wird das entsprechende Rohr entweder gegen ein neues aus modernen Materialien getauscht, oder gereinigt und anschließend mit Zement ausgekleidet.

Die Berliner Wasserbetriebe haben vor einigen Jahren ihren innerbetrieblichen Standard in bezug auf PAK-Kontrollen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus erweitert. Seither muss nach Arbeiten am Rohrnetz nicht nur ein Unbedenklichkeitsnachweis in bezug auf biologische Stoffe, sondern auch auf PAK erbracht werden.

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Seite Nr. 2018