Neues internationales Forschungszentrum in Berlin. Sieben Projekte bereits gestartet

Pressemitteilung vom 24.10.2000

Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin hat die Arbeit aufgenommen. Ein Jahr nach der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe, deren Verträge die Schaffung eines Forschungszentrums beinhalten, entsteht ein internationales Zentrum für Wasserforschung, Ausbildung und Wissenschaftstransfer. Die Potentiale der Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen, der Berlinwasser Unternehmensgruppe und Vivendi Water werden zusammengeführt. Erstmals vereint ein Netzwerk namhafte Universitäten und Forschungseinrichtungen, einen großen und modernen Wasserver- und Abwasserentsorgers einer Hauptstadt sowie den Weltmarktführer der Wasserwirtschaft.

Zu den Aktivitäten des Zentrums gehören:

  • internationale Forschungsprogramme mit anwendungsorientierten Schlüsselprojekten
  • Aus- und Weiterbildung
  • Technische Dienstleistungen 
  • Kolloquien und Seminare zu aktuellen Themen

Bis zum Ende 2000 werden 20 Forscher der beteiligten Partner für das Kompetenzzentrum arbeiten.

Im Mittelpunkt stehen vor allem auf drei zukunftsträchtige Bereiche, in denen Berlin und das Netzwerk über besondere Voraussetzungen verfügen:

  • Informationstechnologien in der Wasserwirtschaft
  • Nachhaltiges Management der Wasserressourcen
  • Technische Innovationen in der Abwasseraufbereitung

Für die ersten zehn Jahre hat sich Vivendi Water zur Unterstützung des Zentrums mit Leistungen im Wert von 100 Mio. DM (rund 50 Mio. EURO) verpflichtet.

Die Forschungsprogramme

In diesem Jahr wurde die Arbeit an sieben Projekten mit einem Budget von 15 Mio. DM (7,5 Mio. EURO) bereits aufgenommen. Ein Projekt beschäftigt sich beispielsweise mit der Schaffung eines unkonventionellen, dezentralen Abwassersystems zur separaten Erfassung und Verwertung von Abwässern aus Küche, Bad und WC. Ein zweites Projekt orientiert auf neuartige Membrantechniken für die nahezu keimfreie Reinigung von Abwässern. Ein weiteres Projekt beinhaltet die Entwicklung eines mobilen IT-Instruments, das die Wartungs- und Servicearbeiten beim Kunden effizienter macht.

Ökologische und ökonomische Perspektiven

Alle Aktivitäten dienen der Verbesserung des Umweltschutzes und des Wassermanagements bei geringst möglichem Einfluss auf den Wasserpreis. Dies entspricht dem Bedarf Berlins und anderer Städte in der Welt. Langfristig leistet das Kompetenzzentrum einen Beitrag zum Schutz von Wasserressourcen.

Im wirtschaftlichen Sinne wird das Kompetenzzentrum der Kostensenkung dienen, die Entwicklung der im Wasserwirtschaftsbereich tätigen Berliner Unternehmen vorantreiben und durch neu entstehende Unternehmen zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.

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Seite Nr. 2018