Feuchter Sommer verwässert positives Ergebnis 2002

Pressemitteilung vom 04.07.2003
Wasserbetriebe forcieren Kostensenkungsprojekte

Vor allem auf Grund des geringeren Wasserabsatzes durch den zu feuchten Frühsommer mussten die Berliner Wasserbetriebe 2002 einen von 982,2 Mio. € auf 966,1 Mio. € gesunke-nen Umsatz hinnehmen. Dennoch konnte im Ergebnis weiterer Kostensenkungen bei stabilen Preisen das operative Ergebnis um 5,7 Mio. € auf 274,3 Mio. € verbessert werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten erneut interne Kostensenkungsprojekte. Unter dem Strich wird ein Gewinn von 33,9 Mio. € nach einem Verlust in Höhe von 81,2 Mio. € im Jahr 2001 ausgewiesen. Das Ergebnis ist wiederum durch außerordentliche Aufwendungen im Rahmen der Veräußerung des Sekundärrohstoffverwertungszentrums Schwarze Pumpe (SVZ) belastet.

Aus dem Wasserverkauf wurden 363,2 Mio. € erlöst, 9,4 Mio. € weniger als im Vorjahr. Die Umsätze durch Entwässerungsleistungen sanken um 1,0 Mio. € auf 587,4 Mio. €. Auf Grund des hohen Fixkostenanteils für Werke und Netze sowie der einzig aus Mengen-
preisen bestehenden Tarifstruktur schlagen sich die überwiegend witterungsbedingten Absatzschwankungen im Ergebnis nieder.

Das seit 1996 geltende Preisniveau wird nunmehr im achten Jahr stabil gehalten. Ein m³ Wasser kostet unverändert 1,887 € (1,764 € + 7% USt.).  Das Schmutzwasserentgelt beträgt 1,959 €/m³, das Niederschlagswasserentgelt 1,292 € je Quadratmeter versiegelte und in die Kanalisation entwässernde Fläche und Jahr. Die Höhe der nach dem Auslaufen der gesetzlichen Deckelung der Wasser- und Abwassertarife zum Jahresende 2003 zu erwartenden Preisanpassungen ist gegenwärtig noch nicht genau bezifferbar. Hierzu bedarf es noch einer abschließenden Einigung zwischen den Anteilseignern des Unternehmens über deren Erwartungen finanzieller Ausschüttungen.

Von den neun Wasserwerken wurden 215 Mio. m³ Wasser gefördert, rund 2 Mio. m³ weniger als 2001. Die durchschnittliche täglich geför-derte Wassermenge lag bei 589.040 m³ (2001: 594.300 m³), die höchste wurde am 18. Juni mit 861.000 m³ erzielt. Zum Vergleich: Die Kapazität der Wasserwerke würde eine Gesamtförderung von 1,140 Mio. m³ pro Tag erlauben. Der Haushaltsverbrauch pro Einwohner und Tag stagnierte bei 124 Litern. Die Zahl der Rohrschäden sank deutlich und liegt wieder auf dem Niveau des Jahres 2000. Im 7.816 km langen Versorgungsnetz (2001: 7.802 km) mussten 1.110 Rohrschäden und -brüche behoben werden, 146 weniger als 2001.

In den sieben Klärwerken wurden 2002 insgesamt 248 Mio. m³ Abwasser gereinigt, 10 Mio. m³ mehr als im Vorjahr, rund neun Prozent davon stammte von Gemeinden und Zweckverbänden aus dem Umland der Stadt. Die Länge der Schmutz-, Regen- und Mischwasserkanäle sowie Abwasserdruckrohre erhöhte sich von 10.143 auf 10.229 km.

Ende 2002 waren im Unternehmen insgesamt 5.391 (5.550) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mit den 114 Jugendlichen, die 2002 ihre Lehrzeit begannen, bildet das Unternehmen 364 junge Leute in insgesamt 20 Berufen aus. Mit einer Ausbildungsquote von 6,5% sind die Wasserbetriebe führend in Berlin.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 361,8 Mio. € (2001: 320,0 Mio. €) in Infrastruktur und Anlagen investiert. Wie bereits in den vergangenen Jahren floss das Gros mit 254,1 Mio. € (237,8 Mio. €) dem Bereich Entwässerung zu. In die Wasserversorgung wurden 107,7 Mio. € nach 82,2 Mio. € im Vorjahr investiert. Für dieses Jahr sind Investitionen in Höhe von insgesamt rund 295 Mio. € geplant. Nach der Fertigstellung der Abwasserdruckleitung Biesdorf-Waßmannsdorf im Zusammenhang mit der Außerbetriebnahme des Klärwerks Falkenberg im März 2003 verschiebt sich der Schwerpunkt der Investitionen. Künftig nehmen wertmäßig vergleichsweise kleine Vorhaben zur Erneuerung der Rohr- und Kanalnetze deutlich zu. Damit gewährleisten die Wasserbetriebe eine hohe Ver- und Entsorgungssicherheit. Rund  17,0 Mio. € werden in die Kanalisierung bisher nicht erschlossenen Siedlungsgebiete insbesondere im Ostteil Berlins investiert. Für rund 4.800 Berliner entstehen in diesem Jahr ca.16 km neue Kanäle sowie mehrere tausend Hausanschlüsse.

Hohe Wasserqualität

"Das Berliner Wasser könnte kaum besser sein" urteilt die Programmzeitschrift HÖR ZU in ihrem jüngsten Trinkwassertest in 270 deutschen Städten und vergab die Note "Gut plus".

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