Abwassereinleitung bei Fassadenreinigung

Beim Bauen fällt immer auch Abwasser an. Gleiches gilt, wenn Fassaden gereinigt werden. Dieses Schmutzwasser darf nicht ohne Zustimmung der Berliner Wasserbetriebe in die Kanalisation eingeleitet werden. Wir achten dabei auf Rechtssicherheit und Umweltverträglichkeit.

Wasser, das beim Bauen beziehungsweise für die Reinigung von Fassaden verwendet wird, kann mit Putzteilen, Farbresten, Schwermetallen, Chemikalien, Säuren oder Laugen belastet sein. Diese Stoffe gehören nicht in die Kanalisation. Sie sind gesundheits- und umweltgefährdend.
Geregelt wird der Umgang mit gewerblich verunreinigtem Abwasser in den „Allgemeinen Bestimmungen für die Entwässerung in Berlin“ (ABE). Sie schreiben u. a. folgende Grenzwerte vor:

Einleitparameter  Grenzwert 
ph-Wert  6,5-10 
Blei  1 mg/l
Zink  5 mg/l 
Kupfer  1 mg/l 
AOX  1 mg/l 
LHKW  0,5 mg/l 

 

Um diese Grenzwerte einzuhalten, ist es in vielen Fällen notwendig, das Abwasser vor dem Einleiten in die Kanalisation noch einmal zu behandeln. Zum Beispiel durch

  • den Einsatz eines Feststoffabscheiders,
  • das Einstellen des geforderten pH-Wertes mittels „Neutralisation“ und
  • das Ausfällen von Schwermetallen.

Wichtige Hinweise:

  • Wenn Sie „Fassadenreinigungsabwasser“ in die öffentliche Misch- bzw. Schmutzwasserkanalisation einleiten wollen, beantragen Sie das bitte bei uns. Das entsprechende Formular „Fassadenreinigung“ finden Sie hier.
  • Ihren Antrag stellen Sie bitte vor Eröffnung der Baustelle und Beginn der Maßnahme.
  • Bitte lassen Sie sich rechtzeitig von uns eine geeignete Einleitstelle in die Kanalisation zuweisen.
  • Eine Verdünnung des Abwassers, um somit die geforderten Grenzwerte einzuhalten, ist nicht zulässig.
  • Bei der Wahl einer angemessenen Abwasserbehandlungsmethode stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

Einleiterüberwachung

Melchiorstr. 20-22
10179 Berlin

Tel.: 030.8644 4876
Fax: 030.8644 4962

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© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 5504