Virtuelles Wasser birgt wertvolles Sparpotenzial

Etwa 113 Liter Trinkwasser gebrauchen wir in Berlin täglich. Zum Putzen, Kochen, Duschen, Spülen, Sprengen oder Baden. Unterm Strich macht das aber nur einen geringen Teil unseres gesamten Wassergebrauchs aus. Der größte Anteil wird für die Herstellung von Konsumgütern genutzt.

Neben dem direkten Wassergebrauch von 113 Litern, benötigt jeder Deutsche im Durchschnitt weitere 4.000 Liter sogenanntes virtuelles Wasser. Dieses Wasser kommt aus anderen Ländern – unter wird dort unter anderem für die Produktion von Fleisch, Obst, Kleidung oder die Durchführung von Dienstleistungen verbraucht.

Ein Beispiel:

Wer außerhalb der Saison Erdbeeren oder Spargel genießen möchte, greift z. B. zu Importen aus Südspanien, Marokko oder Peru. In diesen Regionen herrscht Wassermangel. Die Bewässerung der riesigen Erdbeer- und Spargelfelder – unter anderem durch illegal gebohrte Brunnen – lässt den Grundwasserspiegel weiter sinken. Ein Teufelskreis.

Unser Tipp: Greifen Sie zu heimischen Produkten. Durch den Einkauf regionaler Saisonware reduzieren Sie Ihren indirekten Wassergebrauch. Auch das schont die Umwelt und schützt die Ressource Wasser. Und zwar weltweit. Auch bei der Herstellung von Textilien - insbesondere aus Baumwolle - fallen immense Mengen von virtuellem Wasser an.

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