HYDRA

Projektzeitraum: Januar 2018 bis Dezember 2019

Die künstliche Grundwasseranreicherung ist neben der Uferfiltration ein wesentlicher Baustein der Trinkwasserversorgung Berlins. Dabei wird Oberflächenwasser entnommen, aufbereitet, über Sickerbecken und natürliche Grabensysteme versickert und nach einer Untergrundpassage im Grundwasserleiter durch Brunnengalerien wieder gefördert.

Im Forschungsvorhaben HYDRA sollen mögliche Folgen des Klimawandels auf die künstliche Grundwasseranreicherung untersucht werden. Hierbei geht es um die Frage, inwieweit Schwankungen im Abfluss der Oberflächengewässer zukünftig zu Nutzungseinschränkungen führen könnten. Der Einfluss von steigenden Temperaturen auf die hydraulischen Eigenschaften bei der Infiltration und Untergrundpassage bis zur Entnahme ist ein weiterer Schwerpunkt des Projekts.

HYDRA bringt die Akteure Wasserver- und Abwasserentsorger (BWB), Vollzugsbehörde (SenUVK) und Forschung (KWB) zusammen, um auf Basis wissenschaftlicher Bewertungen und Szenarienentwicklungen gemeinsame Strategien und Lösungsansätze zu erarbeiten mit dem Ziel einer langfristig sicheren Grundwasseranreicherung.

Aus den gewonnenen Daten – insbesondere  zum Temperatureinfluss auf den Beckenbetrieb – für einen ausgewählten Standort kann mittelfristig die bedarfsgerechte Steuerung der Entnahme und Anreicherung unter Berücksichtigung der Oberflächengewässerstände und Verweilzeiten unter verschiedenen Klimaszenarien abgeleitet und langfristig das gesamtstädtische Wasserversorgungskonzept 2040 fortgeschrieben werden.

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