48 Trinkbrunnen gibt es derzeit in Berlin – und 62 Trinkwasserspender in öffentlichen Verwaltungsgebäuden. Bis Ende 2019 soll beides erheblich mehr werden.

Berlin will das Trinken von gesundem, mineralreichem Trinkwasser noch stärker in den öffentlichen Raum integrieren. Dafür lässt die Stadt vermehrt Trinkbrunnen durch die Wasserbetriebe aufstellen. Durch den Abgeordnetenhausbeschluss zur Blue Community stellt das Land Berlin für die kommenden zwei Jahre erstmals eine Millionen Euro für ein Trinkbrunnenbauprogramm zur Verfügung. Über die ganze Stadt verteilt werden die Wasserbetriebe zu den bereits existierenden 45 Trinkbrunnen nun weitere 100 Trinkbrunnen und Wasserspender errichten.

Übrigens: Die Wasserbetriebe errichten in Berlin bereits seit 30 Jahren Trinkbrunnen. Mit den künstlerischen blauen Kaiserbrunnen wollte man insbesondere die Geschichte des Trinkwassers darstellen. So sind auf den Säulenabschnitten Reliefdarstellungen zu sehen, die die Aufbereitung des Grundwassers zu Trinkwasser zeigen. Gestaltet wurde der Brunnen von dem Architekten Siegfried Kaiser.

Vor rund zehn Jahren begann das Unternehmen, weitere Brunnen in das Stadtbild zu bauen. Die Neuen sollten moderner als ihre Vorgänger sein – So entschied man sich für den eleganten Botschbrunnen, der von dem Berliner Marcus Botsch designt wurde. Das erste Exemplar wurde 2010 am Joachimsthaler Platz aufgestellt.

2014 etablierten die Wasserbetriebe den BrunnenRun. Die in Marathons erlaufenen Kilometer können Bürgerinnen und Bürger für den Bau neuer Trinkbrunnen „spenden“ und über die Standorte online abstimmen. Über die Jahre wurden so 17 Brunnen aufgestellt.

Wer jedoch nicht auf neue Trinkbrunnen warten kann, sondern schon jetzt seinen Durst an einem der Brunnen stillen möchte, kann sich auf der Karte der Wasserbetriebe einen Überblick über die Standorte verschaffen.

1000000

Euro stellt der Senat in den Jahren 2018 und 2019 zur Errichtung von Trinkbrunnen zur Verfügung

48

Trinkbrunnen gibt es bereits in Berlin.

Viele Personen sind am Prozess beteiligt, sowohl intern als auch extern. Hinzu kommen auch ein Partnerbauunternehmen und die Gießerei, denn jeder Brunnen wird in Handarbeit hergestellt. Darüber hinaus kooperieren die Berliner Wasserbetriebe mit verschiedenen Initiativen, und beziehen auch die Bürgerinnen und Bürger ein.

Wichtige Ansprechpartner sind für Silke Block vor allem die Bezirke und Behörden: „Es ist ein großer Verwaltungsakt. Wir wollen zeigen, dass Trinkbrunnen die Bezirke bereichern“, sagt Silke Block. Und das sei mit viel Überzeugungsarbeit verbunden.

Ihrer Meinung nach wertet ein Trinkbrunnen in erster Linie den öffentlichen Raum auf. „Durch allgemein zugängliches kostenloses Wasser steigt eindeutig Berlins Lebensqualität. Vor allem, wenn im Sommer die Sonne scheint und die Temperaturen steigen“, so Silke Block.

Den Beschluss des Senats, den Berliner Wasserbetrieben eine Millionen Euro für neue Trinkbrunnen zur Verfügung zu stellen, findet sie großartig:

„Langfristig wünsche ich mir, dass die Berlinerinnen, Berliner und auch Touristen erkennen, wie nachhaltig unsere Brunnen für die Stadt sind, was für einen Mehrwert wir durch sie schaffen und dass man respektvoll mit ihnen umgehen sollte“.

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