Heizen und Kühlen mit Abwasser

Mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius ist Abwasser eine regenerative Energiequelle, die ganzjährig zur Verfügung steht. Diese Energie kann auf einfache Weise zum klimafreundlichen Heizen und Kühlen größerer Gebäude genutzt werden.

Die Berliner Wasserbetriebe sind ein Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen, das den Wärmeaustausch an Druckrohrleitungen und Abwasserkanälen technologisch beherrscht und im industriellen Stil einsetzen kann.

Wärme aus Abwasser © 2012 Berliner NetzwerkE
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… zum Beispiel für große Wohn- und Bürogebäude, Krankenhäuser, Seniorenzentren, Schwimm- und Sporthallen, Gewerbe- und Industriegebäude bei einer minimalen Entzugsleistung von 100 Kilowatt und mehr. Eine Entzugsleistung in dieser Höhe bedingt, dass ein entsprechender Durchfluss in der Abwasserleitung und eine möglichst geringe Distanz zwischen Abwasserleitung und Heizzentrale besteht.

Ideal für eine Abwasserwärmenutzungsanlage (AWN-Anlage) ist eine hohe Betriebsauslastung durch Nutzung von Heizen und Kühlen. Insbesondere Neubauprojekte eignen sich sehr gut zur Installation von AWN-Anlagen, da sie auf Niedrigtemperaturheiztechnik ausgelegt werden können.

Nehmen Sie bei Ihren Bauprojekten in der Planungsphase mit unseren Fachkräften im Bereich „Wärme aus Abwasser“ Kontakt auf. Unsere Spezialisten werden Sie kompetent beraten und mit Ihnen gemeinsam eine individuelle Lösung entwickeln.

Technische Informationen

Generell kann die Wärme des Abwassers aus dem Kanal und aus dem Druckrohr genutzt werden. Das höhere Potenzial der „Abwärmenutzung“ liegt im Druckrohrnetz mit mehr als 1.170 Kilometer Gesamtlänge.

Beim Einsatz eines Wärmetauschers im Druckrohr besteht der technische Vorteil, dass das Rohr die ganze Zeit voll befüllt ist. Fließen über die Hauptförderwege 500 bis 1.400 Kubikmeter Abwasser pro Stunde, kann dessen Wärme energetisch genutzt werden. Das Abwasser wird durch Dusch-, Bade- und Spülwasser in der Kanalisation auf durchschnittlich 15 Grad Celsius erwärmt.

Der Wärmetauscher entzieht dem Abwasser eine Wärmemenge, dadurch kühlt sich das Abwasser um 1-2 Kelvin ab, woraus die Wärmepumpe wiederum eine Nutztemperatur von rund 50 Grad Celsius erzeugt. Auf diese Weise werden aus 1.000 Litern Abwasser bei einer Abkühlung von zwei Grad rund zwei Kilowattstunden Heizenergie umgewandelt.

Im Sommer kann das System zum Kühlen genutzt werden. Die Wärmeenergie aus der Abwasserleitung reicht aus, um das gesamte Haus im Hochsommer auf moderate Temperaturen zwischen 24 bis 26 Grad Celsius runterzukühlen. Hierfür wird Wärme aus dem Gebäude ins Abwasser abgeleitet.

Wichtige Kriterien für die Wirtschaftlichkeit eines Projektes sind:

  • Entzugsleistung über 100 Kilowattstunden
  • Nähe des zu beheizenden Objektes zu einer Abwasserleitung
  • Bevorzugt Neubau oder Sanierung der Heizung auf Niedertemperatur
  • Bevorzugt Nutzung von Wärme- und Kühlleistung
Potenzial vor Ihrer Haustür

Wenn Sie wissen möchten, ob es in Ihrem Wohngebiet auch Potenzial für die Nutzung von Abwasserwärme gibt, bitten wir Sie vorab, uns folgende Angaben über das Kontaktformular zu übermitteln:

  • Gewünschter Standort und Lage der Heizzentrale
  • Voraussichtlicher Heizbedarf in Kilowatt
  • Nutzungstyp des Gebäudes

Nach Prüfung Ihrer Angaben erhalten Sie von uns eine Antwort, ob Ihr Standort für eine Nutzung von Wärme aus Abwasser geeignet ist oder nicht.

Referenzen zur Abwasserwärmenutzung

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