Startseite
Berliner Wasserbetriebe
Trinkwasserversorgung
Grundwasser-Bewirtschaftung
Grundwasserbewirtschaftung - effektiv und flexibel
In den vergangenen 20 Jahren sind die Grundwasserstände in Berlin wieder auf das Niveau angestiegen, das sie vor Beginn der Industrialisierung hatten. Um dem entgegen zu wirken, ergreifen die Berliner Wasserbetriebe Maßnahmen, wie beispielsweise die Anpassungen von der Fördermengen.
Die Grundwasserstände in Berlin liegen jetzt auf dem Niveau, das sie vor Beginn der Industrialisierung vor 150 Jahren hatten. Gleichzeitig hat sich die Wasserförderung in Berlin durch Abwanderung von produzierendem Gewerbe und den Einbau moderner Haustechnik halbiert. Hinzu kommt, dass die ergiebigen Niederschläge des vergangenen Jahres, die um mehr als 40 Prozent über denen des langjährigen Durchschnitts lagen und die sich im Januar fortsetzten, den Boden mit Wasser gesättigt haben und in den Tälern von Spree und Havel den Grundwasserspiegel um weitere 40 bis 80 cm haben steigen lassen. Dadurch kommt es in verschiedenen Teilen der Stadt zu feuchten Kellern – selbst in Gebieten, die fernab von Wasserwerken liegen und durch deren Förderung gar nicht beeinflusst werden können.
Wasserförderung wird angepasst und Grundwasseranreicherung reduziert
Für die Berliner Wasserbetriebe sind die entsprechenden Möglichkeiten durch die Menge des verkauften Trinkwassers begrenzt. Dennoch haben die Berliner Wasserbetriebe im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Einzugsgebiet der neun Wasserwerke Maßnahmen ergriffen, die lokal begrenzt dem steigenden Grundwasserspiegel entgegenwirken. Dazu gehört eine veränderte Verteilung der Fördermengen zwischen den Wasserwerken. Und dazu zählt auch die weitere Absenkung der in zwei Werken (Tegel und Spandau) betriebenen Grundwasseranreicherung auf ein gerade noch vertretbares Maß. Dabei wird Wasser aus der Havel im Umfeld der Brunnen im Wald versickert, um den Wasserhaushalt lokal zu stützen, sensible Landökosysteme vor dem Austrocknen zu bewahren sowie um Altlasten im Untergrund zu fixieren und damit deren Zustrom zu den Brunnen abzuwehren. In den Wasserwerken Spandau und Tegel wurden also die Fördermengen erhöht und gleichzeitig die Anreicherungsmengen zurückgefahren, so dass hiermit der Grundwasserpegel abgesenkt werden konnte.
Diese Maßnahmen werden eng mit der für das flächendeckende Grundwassermanagement im Land Berlin zuständigen Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz erarbeit. Gemeinsam bewerten Senatsverwaltung und die Berliner Wasserbetriebe kontinuierlich die Auswirkungen der Maßnahmen und optmieren diese gegebenenfalls.

