Grundwasserbewirtschaftung - effektiv und flexibel

In den vergangenen 20 Jahren sind die Grundwasserstände in Berlin wieder auf das Niveau angestiegen, das sie vor Beginn der Industrialisierung hatten. Um dem entgegenzuwirken, ergreifen die wir Maßnahmen, wie beispielsweise die Anpassungen der Fördermengen.

Die Grundwasserstände in Berlin liegen heute auf dem Niveau, das sie vor Beginn der Industrialisierung vor 150 Jahren hatten. Gleichzeitig hat sich die Wasserförderung in Berlin durch Abwanderung von produzierendem Gewerbe und den Einbau moderner Haustechnik halbiert. Hinzu kommt zeitweise, dass ergiebige Niederschläge den Boden mit Wasser sättigen. Dadurch steigt der Grundwasserspiegel. Die Folge sind feuchte Keller in verschiedenen Teilen der Stadt  – selbst in Gebieten, die fernab von Wasserwerken liegen und durch deren Förderung gar nicht beeinflusst werden können.

Wasserförderung wird angepasst und Grundwasseranreicherung reduziert

Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten im Einzugsgebiet der neun Wasserwerke Maßnahmen ergriffen, die lokal begrenzt dem steigenden Grundwasserspiegel entgegenwirken. Dazu gehört eine veränderte Verteilung der Fördermengen zwischen den Wasserwerken. Und dazu zählt auch die weitere Absenkung der in zwei Werken (Tegel und Spandau) betriebenen Grundwasseranreicherung auf ein gerade noch vertretbares Maß.

Dabei wird Wasser aus der Havel im Umfeld der Brunnen im Wald versickert, um den Wasserhaushalt lokal zu stützen, sensible Landökosysteme vor dem Austrocknen zu bewahren sowie um Altlasten im Untergrund zu fixieren und damit deren Zustrom zu den Brunnen abzuwehren. In den Wasserwerken Spandau und Tegel wurden also die Fördermengen erhöht und gleichzeitig die Anreicherungsmengen zurückgefahren, so dass hiermit der Grundwasserpegel abgesenkt werden konnte.

Diese Maßnahmen werden von uns gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz  – die für das flächendeckende Grundwassermanagement im Land Berlin zuständig ist – erarbeitet, die Auswirkungen kontinuierlich bewertet und gegebenenfalls optimiert.

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