Nebeneffekte bei der Hochdruckreinigung von Kanälen

Zur Reinigung der Kanalisation setzen wir moderne Saug- und Spülfahrzeuge ein. Mit hohem Druck von bis zu 100 bar wird Wasser in eine Düse gepumpt und die Kanalwände gereinigt. Dieses Verfahren hat sich bis heute als das beste und wirtschaftlichste für die Reinigung von nichtbegehbaren Abwasserkanälen herausgestellt.

Nebeneffekte beim Einsatz von Hochdruckspüldüsen

Im Kanal entsteht durch die Kanalreinigungsdüsen eine starke Luftströmung. Der Luftbedarf der Düsen wird durch eine Luftzufuhr im Kanal ausgeglichen. Diese Wechselwirkung erzeugt einen mehr oder weniger großen Drucksprung an der Düse. Beim Passieren von Hausanschlussleitungen kommt es zum Druckausgleich und somit zu einer Druckschwankung verbunden mit einem Wechsel der Luftströmungsrichtung.

Sind die Hausanschlussleitungen der zu reinigenden Kanalabschnitte unzureichend be- und entlüftet, kann es zum Versagen der Geruchsverschlüsse in Häusern kommen.
Geruchsbelästigungen und Verschmutzungen der Sanitärbereiche insbesondere in Erdgeschossen und Kellern sind die Folge.

Ursachen für das Versagen von Geruchsverschlüssen:

  • Hausanschlussleitungen sind verstopft oder Revisionsschächte verschlossen
  • Es fehlen Rückstausicherungen
  • Hausentlüftungen sind falsch verlegt, zu gering dimensioniert, verstopft oder gar nicht vorhanden

Wichtiger Hinweis für Hausbesitzer und Anwohner:

  • Bitte halten Sie die technische Normen im Haus- und Sanitärinstallationsbereich ein.
  • Achten Sie auf Entlüftungen. Alte Ausführungen sollten Sie nachrüsten lassen.
  • Investieren Sie in den Einbau einer schnell reagierenden Rückstausicherung.
  • Achten Sie darauf, dass Revisionsschächte zu öffnen und zugänglich sind.
  • Bitte prüfen Sie regelmäßig die Funktionssicherheit von Rückstauklappen und Entlüftungen.
Rückstau vermeiden durch den Einbau von Rückstausicherungen

Wenn Abwasser, etwa bei anhaltend starkem Regen, vom öffentlichen Kanal in Ihre Hausanschlussleitung gedrückt wird, kommt es zum Rückstau. Wie Sie dem technisch entgegenwirken können, erfahren Sie hier.

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© 2009, Berliner Wasserbetriebe.
Seite Nr. 9765