Um die Qualität des Berliner Trinkwassers jetzt und in Zukunft zu sichern, kontrollieren wir es regelmäßig im gesamten Trinkwasserkreislauf – im Boden, in den Brunnen, in unseren Wasserwerken, in den Transportleitungen und beim Verbraucher.
Berliner Trinkwasser stammt aus natürlichem Grundwasser. Ideale geologische Bedingungen, ausgedehnte Wasserschutzgebiete und unser strenges Vorsorgeprinzip gewährleisten höchste Wasserqualität. In unseren neun Wasserwerken werden vor allem Eisen und Mangan entfernt, damit das Wasser gut schmeckt und klar ist. Eine chemische Nachbehandlung ist nicht notwendig. Dem Berliner Trinkwasser wird auch kein Chlor oder Fluorid beigemischt.
Die Wasserqualität wird ständig kontrolliert. Dabei gelten die strengen Qualitätsvorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Schon das Grundwasser wird über mehr als 2.500 Beobachtungsrohre überwacht. Zusätzlich werden Proben aus unseren Förderbrunnen genommen. In den Wasserwerken kontrollieren wir das Berliner Trinkwasser täglich chemisch und biologisch – viele Werte werden in Echtzeit gemessen. Auch auf dem Weg zum Verbraucher entnehmen wir zudem Proben bei Berliner Verbrauchern und insgesamt an mehr als 3.300 Messstellen im Stadtgebiet.
Als Wasserver- und Abwasserentsorger legen wir unser Augenmerk auf die natürliche Bewirtschaftung unserer Ressourcen. Dazu gehören die naturnahe Wasseraufbereitung, die Grundwasseranreicherung und die Entsorgung des Abwassers, das nach der gründlichen Reinigung in die Gewässer und somit zurück in den natürlichen Wasserkreislauf fließt.
Berliner Trinkwasser enthält wichtige Mineralien und Spurenelemente. Es wird aus lokalem Grundwasser gewonnen und wird regelmäßig kontrolliert. Das Berliner Wasser muss nicht gechlort werden. Zusätze, wie z. B. Fluoride zur Kariesvorbeugung, werden nicht beigemischt.
| Stand 2025 | Angabe in mg/l | Grenzwert in mg/l* | Empfohlene Tagesmenge in mg** |
|---|---|---|---|
| Hydrogencarbonat | 262 | - | - |
| Calcium | 116 | - | 800 |
| Magnesium | 11 | - | 375 |
| Kalium | 5 | - | 2.000 |
| Eisen | < 0,03 | 0,2 | 14 |
| Natrium | 37 | 200 | - |
| Sulfat | 113 | 250 | - |
| Chlorid | 57 | 250 | 800 |
*Grenzwerte laut Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
**Recommended Daily Allowances (EU-RDA) lt. Richtlinie 90/496/EWG
Bitte beachten Sie: Wassertrinken reicht nicht aus, um den lebensnotwendigen Bedarf an Mineralstoffen zu decken. Es ist auch wichtig, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.
Das Berliner Wasser enthält wertvolle Mineralien wie Calcium und Magnesium. Mit einer Gesamthärte von 14 °dH und mehr ist das Berliner Trinkwasser im Bereich hartes Wasser einzustufen. Was oft als "kalkhaltig" bezeichnet wird, ist für den menschlichen Körper gut, denn es handelt sich um Calciumcarbonat, ärgert jedoch Kaffeemaschine, Geschirrspüler und Co.
| Gesamthärte [°dH] | Wassercharakter |
|---|---|
| weniger als 8,4 °dH | weiches Wasser |
| 8,4 bis 14 °dH | mittelhartes Wasser |
| mehr als 14 °dH | hartes Wasser |
*Gemäß Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG); beschlossen am 1. Februar 2007 durch den deutschen Bundestag, in Kraft getreten am 5. Mai 2007
Was bedeutet Wasserhärte?
Unter der Wirkung von Wassermolekülen werden die im Wasser gelösten Mineralien in Ionen mit Hydrathüllen zerlegt und sind für die elektrische Leitfähigkeit, den pH-Wert und die Calcitlösekapazität des Wassers verantwortlich. Traditionell wird die sogenannte Wasserhärte in "deutschen Härtegraden" (°dH) angegeben.
Strittig war bisher, ob der Magnesiumgehalt des Wassers dadurch vollständig erfasst wird. Heute wissen wir, dass er dadurch nicht erfasst wird. Daher ist es richtig, von "Kalkablagerungen" zu sprechen, denn sie enthalten kein Magnesiumcarbonat, sondern ausschließlich Calciumcarbonat. Aus diesem Grund wird in Berlin bei der Bestimmung des Härtebereichs streng nach dem Wortlaut des § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz verfahren:
Die Einheit Millimol je Liter (mmol/l) ist zwar gewöhnungsbedürftig, dafür aber universell und nicht nur für Calcium und Magnesium, sondern auch für Natrium, Hydrogencarbonat, Chlorid, Sulfat und andere Ionen im Wasser anwendbar. 1 mmol/l entspricht dabei 5,6 °dH.
An Trinkwasser stellt der Gesetzgeber höchste Anforderungen. Klar, farblos, geruchlos, kühl, geschmacklich einwandfrei und ohne jegliche gesundheitsschädigenden Eigenschaften muss es gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sein.
Wir halten diese strengen Vorschriften ein und unterbieten die gesetzlich festgelegten Grenzwerte teilweise deutlich. Dafür prüfen wir die Wasserqualität entlang aller Stationen des Trinkwasserkreislaufes kontinuierlich. Bereits das Grundwasser haben wir über unsere mehr als 2.500 Beobachtungsrohre dauerhaft im Blick. Zudem nehmen wir Proben direkt aus unseren Brunnen und das Grundwasser, unmittelbar nachdem es ans Tageslicht gefördert wurde, erneut kritisch unter die Lupe. Die Wasserwerke führen täglich Kontrollen zur Feststellung der chemischen und biologischen Zusammensetzung des aufbereiteten Trinkwassers durch. Dies wird durch permanente Messung von Indikatorparametern in Echtzeit ergänzt.
Um sicherzugehen, dass die Wasserqualität auf dem Weg zum Verbraucher nicht beeinträchtigt wird – etwa durch Bauarbeiten oder Lecks im Rohrnetz – werden auf dem Weg durch das Netz und bei insgesamt 180 Berliner Verbrauchern engmaschig Proben entnommen und in unseren Laboren analysiert. Die dichte Analysekette sorgt dafür, dass wir Verunreinigungen im Trinkwasserkreislauf jederzeit rechtzeitig erkennen und beseitigen können.
Sollte es zu einer Überschreitung der mikrobiologischen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung kommen oder ein entsprechendes Risiko bestehen, werden die in unseren Wasser- oder Pumpwerken vorhandenen UV-Desinfektionsanlagen umgehend aktiviert.
Als gesetzliche Grundlage fordert die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) eine hohe Qualität vom Wasserversorger bis zur Zapfstelle im Haus.
Der Genuss oder Gebrauch von Wasser darf die menschliche Gesundheit zu keinem Zeitpunkt gefährden – so schreibt es die Trinkwasserverordnung vor. Dafür Rechnung tragen müssen die Wasserversorger, die Versorgungsnetze betreiben, sowie die Eigentümer beziehungsweise Betreiber von Trinkwasser-Installationen, also Hauseigentümer bzw. -verwalter. Für Hausbesitzer, die ihre Immobilie nur für sich selbst nutzen, sowie für Mieter besteht diese Verpflichtung nicht.
Um die gesetzlich vorgeschriebene hohe Wasserqualität zu sichern, müssen die Verantwortlichen folgende Voraussetzungen erfüllen:
Die Studie "Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (TWIS) 2025" zeigt, dass das Vertrauen der Berliner:innen in die Qualität des Trinkwassers sehr hoch ist.
Wussten Sie, dass Wasser in Berlin im Kreislauf bewirtschaftet wird? Der funktioniert nahezu natürlich, wenn wir Grundwasser ohne chemische Zusätze aufbereiten und durch unsere Rohre in der Stadt verteilen. Das benutzte Wasser nehmen wir wieder zurück, leiten es durch Kanäle ins Klärwerk und nach der Reinigung in die Gewässer. Die größte Herausforderung in der Abwasserreinigung und -behandlung besteht darin, auch die unsichtbaren Schadstoffe herauszufiltern. Denn bewusst und unbewusst hinterlässt der Mensch viele mikroskopisch kleine Spuren, die sich nur mit aufwändigen Verfahren wieder entfernen lassen.
Kosmetika, Kleidung oder Autoreifen - viele Alltagsbegleiter enthalten oder verursachen Mikroplastik und belasten damit die Umwelt. Das Berliner Trinkwasser ist frei von Mikroplastik, doch im Abwasser sind Mikroplastikpartikel zunehmend nachweisbar. Daher ist jeder dazu aufgerufen, Einträge von Mikroplastik im Abwasser zu verhindern. Auf unserer Service-Seite klären wir Sie zu diesem Thema auf.