Wasserqualität

Um die vorzügliche Qualität des Berliner Trinkwassers jetzt und in Zukunft zu sichern, kontrollieren wir es permanent und an jeder Stelle des Trinkwasserkreislaufs – im Boden, in den Brunnen, in unseren Wasserwerken, in den Transportleitungen und beim Verbraucher.

Qualität

An Trinkwasser stellt der Gesetzgeber höchste Anforderungen. Klar, farblos, geruchlos, kühl, geschmacklich einwandfrei und ohne jegliche gesundheitsschädigenden Eigenschaften muss es gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sein.

Wir halten diese strengen Vorschriften ein und unterbieten die gesetzlich festgelegten Grenzwerte teilweise deutlich. Dafür prüfen wir die Wasserqualität entlang aller Stationen des Trinkwasserkreislaufes kontinuierlich. Bereits das Grundwasser haben wir über unsere mehr als 2.500 Beobachtungsrohre dauerhaft im Blick. Zudem nehmen wir Proben direkt aus unseren Brunnen und das Grundwasser, unmittelbar nachdem es ans Tageslicht gefördert wurde, erneut kritisch unter die Lupe. Die Wasserwerke führen täglich Kontrollen zur Feststellung der chemischen und biologischen Zusammensetzung des aufbereiteten Trinkwassers durch. Dies wird durch permanente Messung von Indikatorparametern in Echtzeit ergänzt.


Um sicherzugehen, dass die Wasserqualität auf dem Weg zum Verbraucher nicht beeinträchtigt wird – etwa durch Bauarbeiten oder Lecks im Rohrnetz –, werden auf dem Weg durch das Netz und bei insgesamt 180 Berliner Verbrauchern in dichten Abständen Proben entnommen und in unseren akkreditierten Laboren analysiert. Die dichte Analysekette sorgt dafür, dass wir Verunreinigungen im Trinkwasserkreislauf jederzeit rechtzeitig erkennen und beseitigen können.

Für die Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ wurden innerhalb eines Jahres knapp 10.000 Menschen online befragt. Von denen bescheinigten 86,2 % dem Berliner Wasser Spitzenqualität (Bundesdurchschnitt: 85,9 %). 74,1 % finden unseren Service gut bis sehr gut (entspricht Bundesdurchschnitt), und 45,6 % attestieren ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (Bundesdurchschnitt: 44,7 %).

Diese Qualität ist natürlichen Ursprungs: Berliner Trinkwasser ist ein reines Naturprodukt, das wir vollständig aus unserem regionalen Grundwasser gewinnen. Ideale geologische Bedingungen, ausgedehnte Wasserschutzgebiete und unser strenges Vorsorgeprinzip gewährleisten höchste Wasserqualität.

Als Trinkwasser und für den Gebrauch im Haushalt benötigt unser Wasser keinerlei Nachbehandlung. Unsere aufwändige Abwasserbehandlung, die großen Wasserschutzgebiete in der Stadt sowie die Bodenschichten, die das Wasser auf natürliche Weise reinigen, sorgen für gutes Grundwasser. In unseren Wasserwerken reduzieren wir lediglich darin enthaltenes Eisen und Mangan, das den Geschmack beeinträchtigen und das Wasser färben kann, aber nicht gesundheitsgefährdend ist. Chemische Zusätze gibt es nicht. Mit unserem Trinkwasser genießen Sie also Natur pur.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die natürliche Bewirtschaftung unserer Ressourcen. Dazu gehören die naturnahe Wasseraufbereitung, die Grundwasseranreicherung und die gründliche Reinigung des Abwassers, das nach Gebrauch zurück in den natürlichen Kreislauf fließ.

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe

Berliner Trinkwasser enthält Mineralien und Spurenelemente. Es wird aus den Grundwasservorkommen des Berliner Urstromtals gewonnen und besitzt beste Qualität. Das Berliner Wasser ist naturbelassen und muss nicht gechlort werden. Zusätze, wie z. B. Fluoride zur Kariesvorbeugung, werden nicht beigemischt.

Bitte beachten Sie: Wassertrinken reicht nicht aus, um den lebensnotwendigen Bedarf an Mineralstoffen zu decken. Es ist auch wichtig, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

Stand 2018 Angabe in mg/l Grenzwert in mg/l* Empfohlene Tagesmenge in mg**
 Hydrogencarbonat 250,44  -  -
Calcium 108 - 800
Magnesium 10,7 - 375
Kalium 4,9 - 2.000
Eisen  < 0,03 0,2 14
Natrium 38 200  -
Sulfat 117 250  -
Chlorid 55 250 800

*Grenzwerte laut Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

**Recommended Daily Allowances (EU-RDA) lt. Richtlinie 90/496/EWG

Spurenstoffe

Spurenstoffe

Wussten Sie, dass Wasser in Berlin im Kreislauf bewirtschaftet wird? Der funktioniert nahezu natürlich, wenn wir Grundwasser ohne chemische Zusätze aufbereiten und durch unsere Rohre in der Stadt verteilen. Das benutzte Wasser nehmen wir wieder zurück, leiten es durch Kanäle ins Klärwerk und nach Reinigung wieder in die Natur. Die größte Herausforderung besteht darin, auch die unsichtbaren Schadstoffe herauszufiltern. Denn bewusst und unbewusst hinterlässt der Mensch viele mikroskopisch kleine Spuren, die sich nur mit aufwändigen Verfahren wieder entfernen lassen.

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Fragen und Antworten zum Thema Spurenstoffe

Mikroplastik

Mikroplastik

Kosmetika, Kleidung oder Autoreifen - viele Alltagsbegleiter enthalten oder verursachen Mikroplastik und belasten damit die Umwelt. Das Berliner Trinkwasser ist frei von Mikroplastik, doch im Abwasser sind Mikroplastikpartikel zunehmend nachweisbar. Daher ist jeder dazu aufgerufen, Einträge von Mikroplastik im Abwasser zu verhindern. Auf unserer Service-Seite klären wir Sie zu diesem Thema auf.

Wasserhärte

Hart, aber regional

Das Berliner Wasser enthält viele wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Mit einer Gesamthärte von 14 °dH ist sein Charakter eher hart. Was salopp als "kalkhaltig" bezeichnet wird, ist für den menschlichen Körper gut, ärgert jedoch Kaffeemaschine, Geschirrspüler und Co.

Was bedeutet Wasserhärte?

Das Berliner Wasser enthält viele wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Unter der Wirkung von Wassermolekülen werden die Mineralien in Ionen mit Hydrathüllen zerlegt und sind für die elektrische Leitfähigkeit, den pH-Wert und die Calcitlösekapazität des Wassers verantowrtlich.

Dass hartes Wassers beim Waschen mehr Seife erfordert als weiches Wassers, ist bekannt. Traditionell wird die sogenannte Wasserhärte in "deutschen Härtegraden" (°dH) angegeben. Strittig war bisher, ob der Magnesiumgehalt des Wassers dadurch vollständig erfasst wird. Heute wissen wir, dass er dadurch nicht erfasst wird.

Daher ist es richtig, von "Kalkablagerungen" aus dem Berliner Wasser zu sprechen, denn sie enthalten kein Magnesiumcarbonat, sondern ausschließlich Calciumcarbonat. Aus diesem Grund wird in Berlin beid er Bestimmung des Härtebereichs streng nach dem Wortlaut des § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz verfahren:

  • „Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter“
  • „Härtebereich hart: mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter“

Die Einheit Millimol je Liter (mmol/l) ist zwar gewöhnungsbedürftig, dafür aber universell und nicht nur für Calcium und Magnesium, sondern auch für Natrium, Hydrogencarbonat, Chlorid, Sulfat und andere Ionen im Wasser anwendbar.

1 mmol/l entspricht dabei 5,6 °dH.

 

Traditionelle Angabe des Härtebereichs

 Gesamthärte [°dH]  Wassercharakter
 weniger als 8,4 °dH  weiches Wasser
 8,4 bis 14 °dH  mittelhartes Wasser
 mehr als 14 °dH  hartes Wasser

*Gemäß Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG); beschlossen
am 1. Februar 2007 durch den deutschen Bundestag, in Kraft getreten am 5. Mai 2007

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