„Viele Menschen glauben, dass die Ver- und Entsorgung von Wasser ein Selbstläufer ist. Dabei ist es vor allem in einer Millionenstadt wie Berlin eine hochkomplexe Aufgabe.“

Adrianus van Beek, seit 8 Jahren Bauleiter bei den Berliner Wasserbetrieben

Adrianus van Beek ist Bauingenieur und nirgendwo lieber unterwegs als auf Baustellen. „Meine Passion für das Bauen wurde mir schon in die Wiege gelegt“, erzählt er. „Mein Vater hatte eine eigene Baufirma und als kleiner Junge war ich immer mit auf den Baustellen. Das liegt mir sozusagen im Blut.“

Heute ist der gebürtige Niederländer als Bauleiter für Kanalbau in der Abteilung Planung und Baunetze der Berliner Wasserbetriebe beschäftigt. Nach Berlin hat ihn die Liebe verschlagen. Mit seiner Frau zog es ihn in die Hauptstadt, in der er bis 2011 für ein mittelständisches Unternehmen tätig war. „In diesem Job hatte ich immer viel mit den Berliner Wasserbetrieben zu tun und die Kollegen lockten mich lange und sagten: Komm zu uns!“, erzählt er lachend. Dann wagte der Bauingenieur den beruflichen Richtungswechsel: „2011 fing ich an, für die BWB zu arbeiten und in Berlin Versorgungs- und Entsorgungsanlagen zu bauen und umzustrukturieren. Da war ich 50 Jahre alt“, erzählt er. „Das ist nicht selbstverständlich und ich bin sehr dankbar, dass das so geklappt hat.“

Kühler Kopf für komplexe Bauprojekte

Als Bauleiter ist Adrianus van Beek der Mann mit dem Überblick. Zu seinem Job für die Berliner Wasserbetriebe gehört es, Bauprojekte zu überwachen und Qualitätskontrollen durchzuführen. Zum Glück sind Baustellenbegehungen und die notwendigen Baubesprechungen seine absoluten Lieblingsaufgaben, denn die gehören zu seinem Berufsalltag. „Ich schaue mir die Orte gern an, wenn dort noch nichts ist und finde es dann spannend, wenn langsam etwas Neues entsteht, das für die Ewigkeit geschaffen wurde“, sagt er.

„Unsere Bauprojekte sollten mindestens 100 Jahre halten, so dass auch die nachfolgende Generation etwas von unseren hohen Qualitätsstandards hat."

Adrianus van Beek

„Wenn mehrere Gewerke an einer Baumaßnahme beteiligt sind, braucht es ein strukturiertes Arbeiten und gute Kommunikationsfähigkeiten, damit alle wissen, was zu tun ist“, sagt der Berliner Bauingenieur. Deshalb ist es wichtig, dass van Beek viel vor Ort ist, den aktuellen Stand der Bauarbeiten begutachtet und so die Fäden in den Händen behält. „Da braucht es auch ein gutes Durchsetzungsvermögen und Erfahrungen im Bau, um richtig beurteilen zu können, was man sich vor Ort anschaut“, sagt er.

Nach den Baustellentouren geht es ins Büro: Mails lesen und beantworten und den Bauprozess dokumentieren. Adrianus van Beek plant die verschiedenen Bauphasen gut durch; vor Überraschungen sind solche Projekte aber nie gefeit.

Wenn aus einem Beruf die Berufung wird

Seinen Beruf sieht Adrianus van Beek auch als Möglichkeit, seine Umwelt positiv mitzugestalten: „Viele Menschen glauben, dass die Ver- und Entsorgung von Wasser ein Selbstläufer ist“, sagt er. „Dabei ist es vor allem in einer Millionenstadt wie Berlin eine hochkomplexe Aufgabe.“
 
Seine bisher größte Herausforderung war der Bau an der Berliner Staatsoper. Hier musste eine unterirdische Tunnelverbindung zwischen zwei historischen Gebäuden geschaffen werden, was technisch eine knifflige Angelegenheit war. „Während der Bauarbeiten mussten die bestehenden Leitungen umgeleitet werden, sodass die Wasserversorgung weiterhin gewährleistet ist. Das war wirklich schwierig“, erinnert er sich. Das Projekt dauerte sechs Jahre.

„Trinkwasser ist ein kostbares Gut und das Vorkommen auf dieser Erde ist begrenzt“, gibt er zu bedenken. „Mit meiner Arbeit in der Ver- und Entsorgung von Wasser kann ich hoffentlich etwas zum bewussten Umgang mit dem Rohstoff beitragen. Ich sehe mich als Teil des Wasserkreislaufes.“
 
Neben der optimalen Nutzung des Wasservorkommens hat der Berliner Bauingenieur in den nächsten Jahren eine weitere Aufgabe zu meistern: „Die Berliner Wasserbetriebe befinden sich momentan mitten in der Digitalisierungsphase des Unternehmens“, erzählt van Beek. „Das Einsetzen von neuen Technologien wird nicht nur die internen Abläufe im Unternehmen beeinflussen, sondern auch meine Baustellenbesuche.“ Spaß machen wird dem Wahlberliner das Arbeiten an der Basis weiterhin, da ist er sich sicher.

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