Die Berliner Wasserbetriebe sichern koordiniert von ihrem Krisenstab und abgestimmt mit den Behörden die Trinkwasserversorgung, die Abwasserbehandlung sowie im Zusammenwirken mit Bauunternehmen auch die Beseitigung von Schäden oder Störungen. Damit das gelingt, schützen wir unsere Spezialisten bestmöglich vor Ansteckung, indem wir Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimarbeit oder „in Reserve“ versetzt haben.

Coronavirus: Trinkwasser gilt als sicher


Das Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch, in Einzelfällen auch über kontaminierte Oberflächen übertragbar. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung primär über Sekrete des Atemweges erfolgt. Eine Verbreitung über das Trinkwasser ist nach jetzigem Wissenstand nicht bekannt. Denn unser Berliner Trinkwasser wird aus Grundwasser gewonnen. Durch die Filtrationsleistung des Untergrundes ist mit diesem Grundwasser eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger (z. B. pathogene Bakterien und Viren) nicht zu besorgen. Bei seiner Aufbereitung im Wasserwerk und bei seinem Transport in den Wasserleitungen ist es von allen äußeren Einflüssen außer Temperaturunterschieden geschützt.

Alle weiteren Informationen zur Vorbeugung und zur Verbreitung finden Sie auf der täglich aktualisierten Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de.

Jeder Mensch hat viele Möglichkeiten, Ansteckungen mit Viren zu verhindern. Sie zu befolgen, ist in jedem Falle sinnvoll, denn es schützt nicht nur vor Corona, sondern auch vor der allgegenwärtigen Grippe. Dazu zählen:

  • regelmäßiges, gründliches Händewaschen und die möglichst alleinige Benutzung sauberer Handtücher
  • der Verzicht auf das Händeschütteln
  • sich selbst nicht an Augen, Mund und Nase zu fassen
  • strenge Husten- oder Nies-Etikette (Abstand halten, nicht in Hände niesen oder husten, sondern in den textilbedeckten Ellenbogen, Tröpfchenflug auf Oberflächen vermeiden)
  • Papiertaschentücher nur einmalig zu benutzen

Das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über Stuhl infizierter Personen erscheint nach Aussage des Umweltbundesamtes gering, bis heute sei kein Fall einer fäkaloralen Übertragung des Virus bekannt.

 

Wirkt sich Desinfektionsmittel negativ auf die Gewässerqualität aus?

Aktuell kann unser Labor im Abwasserzulauf in die Klärwerke keine Desinfektionsmittel nachweisen. Das liegt daran, dass die meisten Desinfektionsmittel auf sehr hochprozentigem Alkohol basieren, der flüchtig ist, und dass diese Mittel nach dem Händewaschen benutzt werden. Alle heute verkauften Desinfektionsmittel sollten eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen haben. Selbst wenn diese Mittel versehentlich in ein WC gekippt würden und der Alkohol nicht unterwegs in der Kanalisation verdampfen könnte, dann würden sich die Mikroorganismen im Klärwerk über diese zusätzlichen Kalorien freuen.

Weitere Informationen zum Thema