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30.06.2002

SVZ Schwarze Pumpe: Zuschlag an NordGB

Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe hat sich in der Nacht zum Sonntag auf Vorschlag des Vorstands entschieden, die Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum Schwarze Pumpe GmbH, Schwarze Pumpe (SVZ), unter bestimmten Bedingungen an die NordGB Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Hamburg, bzw. deren Tochtergesellschaft ORESTO Ostdeutsche Gesellschaft für Reststoffverwertung mbH, Hamburg (NordGB/ORESTO), zu verkaufen. Der Vertrag muss bis zum 3. Juli 2002 unterzeichnet und beurkundet sein. Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) muss dem Vertrag innerhalb von vier Wochen zugestimmt haben. Sollte es wider Erwarten nicht zur Unterzeichnung oder nicht zur Zustimmung durch die BvS kommen, so bliebe nur die Insolvenz.

Das Angebot der NordGB/ORESTO sieht die Fortsetzung der Tätigkeit des SVZ und den Erhalt von zunächst mindestens 330 Arbeitsplätzen am Standort vor. Die Kosten des Verkaufs und die der Insolvenz sind ähnlich, so dass die soziale Verantwortung der Eigentümer für die Entscheidung ausschlaggebend war.

Eine Fortsetzung der Tätigkeit des SVZ als Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe ist ausgeschlossen. Das SVZ kann durch die Wasserbetriebe nicht wirtschaftlich geführt werden. Schon bisher haben die Berliner Wasserbetriebe rund 500 Mio. # in das SVZ investiert. Ein "Weiter so" wäre auch den Berlinerinnen und Berlinern nicht zuzumuten gewesen.

Das Angebot der AGR war an Bedingungen geknüpft, die die Berliner Wasserbetriebe nicht erfüllen können und außerdem zu teuer. Letzteres gilt auch für das Angebot des SVZ-Managements, zumal sich andere betroffene Bundesländer nicht in der Lage sahen, sich an den Kosten zu beteiligen.