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28.01.2026

Aber sicher doch

BIM und Wasserbetriebe kooperieren bei Wasseranalysen in Landesimmobilien

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat das Labor der Berliner Wasserbetriebe mit der für Immobilieneigentümer rechtlich vorgeschriebenen Trinkwasseruntersuchung in 450 landeseigenen Liegenschaften beauftragt. Dabei erfolgt der Datenaustausch zukünftig schnell und sicher digital über die dafür von den Wasserbetrieben entwickelte Hygiene Monitor-Plattform. 

Der auf vorerst zehn Jahre geschlossene Vertrag der beiden landeseigenen Unternehmen weitet die bereits bestehenden Kooperationen aus und sichert die Trinkwasserqualität in Schulen, Ämtern, Polizei- und Feuerwachen sowie weiteren öffentlichen Gebäuden. Hintergrund ist, dass die Trinkwasserverordnung Immobilieneigentümer rechtlich Wasserversorgern gleichstellt, weil ihnen die letzten Meter des Rohrnetzes bis zu den Entnahmestellen in Bädern und Küchen gehören. Dies beinhaltet z. B. bei öffentlichen Einrichtungen umfangreiche Untersuchungspflichten, darunter auch einmal jährlich auf Legionellen in der Warmwasseranlage.

„Die Berliner Landesunternehmen verbessern ihre Zusammenarbeit durch Digitalisierung: Der Hygiene Monitor zeigt, wie innovative Anwendungen Prozesse vereinfachen und beschleunigen können“, sagt Martina Klement, Berliner Chief Digital Officer und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. „Ich freue mich, dass die Berliner Wasserbetriebe und die BIM diesen Weg fortsetzen, die erfolgreiche Lösung nun dauerhaft gemeinsam nutzen und damit zu-gleich die Smart-City-Strategie unserer Stadt sichtbar voranbringen.“ 

„Unser Labor verfügt neben der Routineanalytik für Legionellen zusätzlich u. a. über die Maldi-Tof-Technik, eine Methode zur Massenanalyse chemischer Verbindungen, mit der sich aber auch Bakterienstämme identifizieren lassen“, erklärt Dr. Gesche Grützmacher, Technik-Vorständin der Berliner Wasserbetriebe. Das ermögliche die Unterscheidung krankmachender von nicht krankmachenden Legionellenstämmen. Die molekularbiologische PCR-Analytik des Wasserbetriebe-Labors liefere gegenüber herkömmlichen Tests Ergebnisse zu Legionellen schon nach einem statt elf Tagen.

„Mit dieser Initiative zeigen wir konkret auf, wie Landesunternehmen durch die Etablierung gemeinsamer Standards in der Praxis Mehrwert für die gesamte Stadt generieren. Das Ergebnis ist eine spürbare und nachhaltige Steigerung der Effizienz auf mehreren Ebenen: schnellere interne Prozesse, eine verbesserte Datenqualität als Grundlage für fundierte Entscheidungen und ein durchgängig höheres Niveau an Datensicherheit,“ erklärt Dr. Matthias Hardinghaus, Geschäftsführer der BIM. 

 

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