14.02.2021

Löschwasser aus Fabrikbrand beeinträchtigt Klärwerk

An der Bewältigung der Störungen wird mit Hochdruck gearbeitet

Nach dem Großbrand in einem Galvanik-Betrieb in Berlin-Marienfelde in der Nacht zum Freitag sind mit dem Löschwasser auch Stoffe ins Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe gelangt, wo sie die Reinigung des Abwassers beeinträchtigen.

Zu den Stoffen gehören auch Cyanide. Sie haben einige der Mikroorganismen im Klärwerk stark beeinträchtigt. Damit kam es u. a. auch durch nicht vollständig abgebaute Stoffe in den beiden offen fließenden Ableitern des Klärwerks zu einer starken Sauerstoffzehrung, in den Ableitern sind Fische gestorben. Der Stoffwechsel der Mikroorganismen im Klärwerk ist ein wesentlicher Bestandteil der dortigen biologischen Abwasserreinigung.

Eine Gefahr für Spaziergänger besteht nicht. Hundebesitzer sollten vorsorglich darauf achten, dass ihre Tiere nicht aus den bachartigen Ableitern trinken, die in Richtung Rudow sowie in Richtung Schönefeld jeweils zum Teltowkanal fließen.

An der Beseitigung der Störung arbeiten u. a. die Berliner Wasserbetriebe mit Hochdruck. So werden laufend Proben aus dem Klärwerk analysiert. Zusätzlich bringen derzeit mehr als 20 schwere Tankwagen frischen Belebtschlamm – Mikroorganismen in hoher Konzentration – aus dem Klärwerk Ruhleben nach Waßmannsdorf. So wird dort die biologische Abwasserreinigung „wiederbelebt“ und später stabilisiert. Die Lkw pendeln den ganzen Tag über. Das Labor der Wasserbetriebe überwacht den Erfolg dieser Arbeiten.

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