Öffentliche Trinkbrunnen

An über hundert Trinkbrunnen der Wasserbetriebe bekommen Sie kostenloses Trinkwasser in ganz Berlin. Mit diesen Trinkbrunnen bringen wir frisches Wasser zu Ihnen. Eine nachhaltige Lösung, die den Berliner Sommer noch schöner macht.

In vielen Parks und auf Plätzen in Berlin finden Sie kostenloses Trinkwasser. Über hundertdreißig öffentliche Brunnen versorgen Sie von Mai bis Oktober mit frischem Trinkwasser – bis Ende 2021 sollen es 145 sein. Sie sind direkt an das Frischwassernetz angeschlossen und die Berliner Wasserbetriebe überwachen laufend die Wasserqualität.

Wo finde ich sie?
Standorte der Trinkbrunnen in Berlin

Auf unserer Karte finden Sie alle Standorte der Berliner Trinkwasserbrunnen. Für Infos zu den Standorten und Betriebszeiten klicken Sie auf das Trinkbrunnen-Symbol.

Wasser aus der Leitung ist gesund und mineralreich. Es verhindert die Vermüllung von Stadt und Meeren und ist besser für die Umwelt: Ein Liter Trinkwasser aus der Leitung verursacht kaum ein halbes Gramm CO2 – bei Mineralwässern ist es je nach Verpackung und Herkunft ein Vielhundertfaches.Damit Sie sich auch unterwegs erfrischen können, hat der Senat die Berliner Wasserbetriebe mit dem Aufstellen von Trinkwasserspendern beauftragt. Mit dem Beschluss des Abgeordnetenhauses zur Blue Community stellt das Land Berlin bis 2022 eine Million Euro für den Bau von noch mehr Trinkbrunnen zur Verfügung. So wollen Senat und die Berliner Wasserbetriebe Plastikmüll reduzieren, CO2 sparen und mehr Lebensqualität für Berliner:innen schaffen. Anders als diese Trinkbrunnen liefern Zierbrunnen kein Trinkwasser!

Wie lange gibt es schon Trinkbrunnen in Berlin?

Die Wasserbetriebe errichten seit 30 Jahren Trinkbrunnen in Berlin. Ursprünglich waren sie zur Netzspülung gedacht, heute sind die Brunnen ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt. Es gibt zwei verschiedene Modelle: Die blaue Variante im klassischen Stil der Gründungszeit mit messingfarbener Trinkkugel, und die klare, moderne Form in lichtgrauem Design. Anfangs wurden viele Brunnen in Eigenregie oder gemeinsam mit Initiativen und Geschäften aufgestellt. 2014 riefen die Wasserbetriebe den Brunnen Run ins Leben. Das Ziel: Mehr Brunnen, mehr Nutzer:innen. Pro 10.000 Kilometer, die Berliner:innen bei Laufveranstaltungen zurücklegten, stellten die Wasserbetriebe einen neuen Brunnen auf. Insgesamt kamen so 17 Brunnen zusammen, über deren Standorte die Bürger:innen online abstimmten. Zusätzlich unterstützten die Wasserbetriebe im Rahmen dieser Kampagne Trinkwasserprojekte der Ingenieure ohne Grenzen.

1000000

Euro stellt der Senat in den Jahren 2018 und 2019 zur Errichtung von Trinkbrunnen zur Verfügung

170

Trinkbrunnen gibt es bereits in Berlin.

Gespräch mit Silke Block: kostenloses Trinkwasser ist Lebensqualität

Silke Block leitet das Projekt seit zehn Jahren. Sie koordiniert die Bauunternehmen, hält den Kontakt zu Ämtern und Verwaltungen, bespricht sich mit dem Wartungsteam und sorgt nicht zuletzt für Brunnen-Nachschub. Bis ein Trinkbrunnen steht, vergehen oft Monate. Denn jeder Brunnen wird in einer Gießerei in Handarbeit hergestellt.

Wichtige Ansprechpartner sind für Silke Block vor allem die Bezirke: „Dabei sind einige Interessen zu berücksichtigen. Das läuft alles über meinen Schreibtisch“, sagt Silke Block lachend. Mit viel Überzeugungsarbeit bindet sie Ansprechpartner wie Tiefbau- und Grünflächenämter und manchmal sogar den Denkmalschutz ein. Aber das sei den Aufwand wert: „Wir wollen zeigen, dass Trinkbrunnen die Bezirke bereichern“, sagt die Mitarbeiterin der Wasserbetriebe.

„Durch allgemein zugängliches kostenloses Wasser steigt Berlins Lebensqualität. Vor allem im heißen Sommer“, so Silke Block.

Den Beschluss des Senats, den Berliner Wasserbetrieben eine Million Euro für neue Trinkbrunnen zur Verfügung zu stellen, findet sie großartig. „Langfristig wünsche ich mir, dass die Berliner:innen und Gäste der Stadt erkennen, wie nachhaltig unsere Brunnen für die Stadt sind, was für einen Mehrwert wir durch sie schaffen und dass man respektvoll mit ihnen umgehen sollte“.