Ab 1. Januar 2027 gelten in Berlin neue Gebühren für Trink- und Schmutzwasser. Dies hat der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe heute festgelegt. Die Gebührenanpassung umfasst rund 6 Cent für 1.000 Liter Trinkwasser und rund 5 Cent für 1.000 Liter Schmutzwasser. Für eine Person mit einem täglichen Wasserverbrauch von 113 Litern bedeutet dies monatliche Mehrkosten von 36 Cent. Günstiger wird die Niederschlagswassergebühr: Sie sinkt um 13 Cent/m2 versiegelte Fläche. Damit bleiben die Berliner Wasserbetriebe einer der günstigsten Trinkwasserver- und Abwasserentsorger Deutschlands.
Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe hat in seiner turnusmäßigen Sitzung am heutigen Freitag die Wasser- und Abwassergebühren für 2027 beschlossen. Die Gebührenperiode wird auf ein Jahr festgelegt.
Mit dieser moderaten Anpassung unterhalb des Inflationsniveaus wird eine geplante Gebührenerhöhung umgesetzt. Die festgesetzte Gebührenanpassung ermöglicht Investitionen in Kritische Infrastruktur: rund 20.000 Kilometer Netze sowie zukunftsfähige Wasser- und Klärwerke für Berlin. Auch der kontinuierliche Ausbau der Unternehmenssicherheit gehört zu den Aufgaben der Berliner Wasserbetriebe, um eine krisenfeste Ver- und Entsorgung für die Berliner:innen zu sichern.
Die neuen Mengengebühren im Überblick:
1,870 Euro für 1.000 Liter Trinkwasser (zuvor 1,813 Euro für 1.000 Liter)
2,204 Euro pro 1.000 Liter Schmutzwasser (zuvor: 2,155 Euro für 1.000 Liter)
Günstiger wird die Niederschlagswassergebühr: Hier werden künftig 1,684 Euro/m2 bebaute und befestigte Fläche erhoben (zuvor: 1,809 Euro/m2).
Im Vergleich der 30 größten Städte Deutschlands liegen die Berliner Wasserbetriebe damit weiter auf dem 2. Platz der günstigsten Wasserversorger und Abwasserentsorger nach Frankfurt am Main.
Die Gebührenanpassung steht unter dem Vorbehalt der zuständigen Genehmigungsbehörde (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz).