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27.05.2026

Damit es weiter zuverlässig läuft

Berliner Wasserbetriebe haben 2025 Investitionen auf erneuten Rekord geschraubt

Die Berliner Wasserbetriebe haben ihre Investitionen 2025 auf ein neues Rekordniveau erhöht. Bei weitgehend stabilen Wasserverkaufs- und Abwassermengen sowie konstanten Gebühren lag die Investitionsquote bei mehr als 40 Prozent des Umsatzes. Damit stellt sich Deutschlands größtes Unternehmen der Branche gezielt auf die Herausforderungen durch veränderte Umweltbedingungen und das anhaltende Wachstum der Hauptstadtregion ein.

 

Die eigenfinanzierten Investitionen beliefen sich auf 543,7 Mio. Euro (2024: 539,1 Mio. Euro) und lagen damit erneut über dem Vorjahreswert. Den größten Anteil machten mit 265,9 Mio. Euro (2024: 251,4 Mio. Euro) Maßnahmen zur Sanierung, Erneuerung und Erweiterung des rund 19.000 Kilometer langen Rohr- und Kanalnetzes aus. Weitere 233,1 Mio. Euro (2024: 245,5 Mio. Euro) flossen in Klär-, Pump- und Wasserwerke. Innerhalb dieses Bereichs dominierten Investitionen in den Ausbau der Kläranlagen mit 184,9 Mio. Euro. Neben Großprojekten, wie der Erneuerung zentraler Trinkwasserleitungen in der Landsberger Allee sowie dem Austausch wichtiger Abwasserdruckleitungen zu den südlichen Klärwerken, wurden die Netzinvestitionen stadtweit in rund 1.000 Projekte unterschiedlicher Größenordnung umgesetzt.

 

Etwas mehr Trink- und weniger Abwasser, Sondereffekt prägt Ergebnis

 

Mit 216,5 Mio. m³ (2024: 214,3 Mio. m³) lag der Wasserverkauf leicht über dem Vorjahresniveau. Die in den Klärwerken behandelte Abwassermenge ging hingegen auf 257,0 Mio. m³ (2024: 264,7 Mio. m³) zurück. Bei unveränderten Gebühren erzielten die Berliner Wasserbetriebe einen Umsatz von 1.343,4 Mio. Euro und damit ein Plus von 36,8 Mio. Euro gegenüber 2024.

 

Das Jahresergebnis wurde jedoch durch einen Sondereffekt geprägt: 2025 haben die Berliner Wasserbetriebe einen sogenannten Goodwill, einen immateriellen Vermögenswert aus der Zeit der Rekommunalisierung, vollständig abgeschrieben. Infolgedessen sank das Ergebnis von einem Gewinn in Höhe von 127,0 Mio. Euro im Jahr 2024 auf einen Fehlbetrag von -149,8 Mio. Euro. Bereinigt um diesen Einmaleffekt erreichte das operative EBIT jedoch erneut das Niveau der Vorjahre.

 

„Die Berliner Wasserbetriebe waren auch 2025 ein verlässlicher Garant für das Funktionieren der Hauptstadt“, sagt die Aufsichtsratsvorsitzende und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey. „Die Ver- und Entsorgung war zu jeder Zeit sicher – selbst unter schwierigen Bedingungen, wie den Angriffen auf die Strominfrastruktur im Herbst und Winter. Ein immenses Investitionsprogramm wurde bewältigt und – etwa bei den Not- und Zierbrunnen – sogar zusätzliche Aufgaben übernommen. Dafür sind wir dem Unternehmen und seiner Belegschaft sehr dankbar.“

 

Der Vorstandsvorsitzende, Frank Bruckmann, ergänzt: „Die Hauptstadtregion wächst, unsere Umwelt verändert sich, das stellt die Wasserbetriebe vor Herausforderungen. Denen stellen wir uns und machen jeden Tag unsere Infrastruktur robuster und die Stadt resilienter. Eine sichere Wasserversorgung und eine funktionierende Infrastruktur sind die Basis einer lebenswerten Stadt.“

 

Neues Programm für internationale Fachkräfte

 

Zur Umsetzung dieser anspruchsvollen Ziele konnten die Berliner Wasserbetriebe 2025 insgesamt 296 neue Mitarbeiter:innen gewinnen. Die Gesamtbelegschaft wuchs damit um 50 auf 4.886 Beschäftigte und wurde zugleich weiter verjüngt – das Durchschnittsalter sank auf 46,4 Jahre.

Noch in diesem Jahr wollen die Berliner Wasserbetriebe bis zu 40 internationale Fachkräfte in einem Qualifizierungs- und Integrationsprogramm auf eine Tätigkeit bei den Wasserbetrieben vorbereiten. Im Fokus stehen dabei Tätigkeiten des Kerngeschäfts wie Elektrotechnik, Ingenieurwesen und Instandhaltung im Rohrnetz.

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