Der für Berlin außergewöhnlich lange und kalte Winter hat sich fröstelnd getrollt, die neue Brunnensaison kann starten: Das geschieht in diesem Jahr symbolisch auf dem Clara-Zetkin-Platz in Marzahn-Hellersdorf. Der Bezirk hat mit 38 Brunnen und Planschen die zweitmeisten solchen Anlagen in Berlin und wird wie auch Reinickendorf seit diesem Jahr neu vom Zierbrunnenservice der Berliner Wasserbetriebe betreut.
Die trockenen Fakten vorab: Am heutigen 8. April lassen wir 40 Zier- oder Springbrunnen, Fontänen oder Wasserläufe in den Bezirken sprudeln, weitere 144 folgen schrittweise Tag für Tag bis Mitte Mai und 50 andere werden längerfristig saniert. Das macht in diesem Jahr zusammen 234 Zierbrunnen, Planschen und andere Wasseranlagen. In Vorbereitung auf die neue Saison wurden schon etliche Arbeiten ausgeführt, etwa Einhausungen um wetterempfindliche Figuren abgebaut und einige Brunnen gereinigt.
„Unsere Arbeit geschieht oft im Verborgenen. Die Zier- und Trinkbrunnen machen nicht nur unser Wasser, sondern auch einen Teil unserer Leistung sichtbar“, sagt Wasserbetriebe-Vorstand Frank Bruckmann. „Und sie machen Berlin lebenswert.“
„Die Eröffnung der Berliner Brunnensaison ist in jedem Jahr etwas ganz Besonderes“, erklärt Franziska Giffey, als Wirtschaftssenatorin auch Aufsichtsratschefin der Berliner Wasserbetriebe. „Denn sie ist das eindeutige Zeichen: der Frühling ist da und der Sommer kommt. Ich freue mich, dass unsere landeseigenen Berliner Wasserbetriebe damit nicht nur dafür stehen, Tag für Tag zuverlässig die Wasserver- und Abwasserentsorgung unserer Stadt zu sichern. Sie sorgen auch dafür, dass die Trinkwasserspender und Zierbrunnen ein Stück Lebensqualität und Freude zu den Berlinerinnen und Berlinern und den Gästen unserer Stadt bringen.“
Berlins Umweltstaatssekretär Andreas Kraus sagt: „Die Unterstützung der Wasserbetriebe für die Bezirke bei der Sanierung unserer mitunter auch historischen Zierbrunnen ist ein wertvoller Beitrag zur klimaresilienten Stadt: Modernisierte Anlagen kühlen den öffentlichen Raum und wirken gezielt gegen Hitzeinseln.“
Das bestätigt Nadja Zivkovic, Bürgermeisterin in Marzahn-Hellersdorf, und ergänzt: „Unsere Zierbrunnen, Tiefbrunnen und Planschen sind an vielen Orten im Bezirk nicht nur ein spritziges Vergnügen, sondern wichtig für Austausch und Begegnung innerhalb der Nachbarschaft. Um sie pünktlich in Betrieb zu nehmen ist die Zusammenarbeit mit den Wasserbetrieben als zuverlässigem Partner eine willkommene Unterstützung.“
Warum sprudelt´s mancherorts doch (noch) nicht? Zu den bisher von uns betreuten neun Bezirken, die mit uns einen Zierbrunnen-Vertrag geschlossen haben, ist 2026 neu Marzahn-Hellersdorf gekommen und Reinickendorf stößt im Mai dazu. Damit leisten wir dann Service für 234 Wasseranlagen vom Tiefbrunnen bis zur Fontäne. Von diesen Brunnen sind aber rund 50 in der Sanierung. Ziel ist es, sie gemeinsam mit den Bezirken technisch so zu erneuern, dass sie wieder in Betrieb gehen können. Rund 35 der 50 werden in diesem Jahr trocken bleiben, bei ihnen besteht entweder größerer Reparatur- oder Investitionsbedarf, was Sache der Bezirke ist, oder sie stehen etwa mitten in einer Baustelle.
Was gehört zum Service? Große Reparaturen und/oder Erneuerungsinvestitionen und deren Finanzierung sind Sache der Bezirke, während die Wasserbetriebe für die laufende Wartung, Kontrolle, Säuberung, kleinere Reparaturen und Instandsetzungen sowie die In- und Außerbetriebnahme vor und nach der Saison verantwortlich zeichnen.
Der brunnenreichste Bezirk ist Friedrichshain-Kreuzberg ist mit 60 Anlagen, zu denen dort allerdings auch 17 Grundwasser fördernde Tiefbrunnen gehören. Marzahn-Hellersdorf liegt mit 38 Anlagen auf Platz zwei. Dazu zählen 18 Zierbrunnen, 11 Tiefbrunnen sowie neun Planschen, was in dieser Kategorie mit Abstand Berlin-Rekord bedeutet. Denn die 18 Planschen, die bei Temperaturen ab 25°C sprudelnd für Erfrischung sorgen, verteilen sich auf nur vier Bezirke und liegen alle im Ostteil der Stadt.
Und die Trinkbrunnen? In der Trinkbrunnen-Saison 2026 betreuen wir 238 Durstlöscher an Straßen und Plätzen (alle Infos hier https://www.bwb.de/de/trinkbrunnen.php), die ab Mitte April schrittweise nach jeweils gründlicher Inspektion und Reinigung aufgedreht werden. Nach Reparaturen und einigen Neubauten werden im Laufe der Saison noch etwa 15 weitere Trinkbrunnen dazukommen.
Wer betreut wo Brunnen? Während die Trinkbrunnen stadtweit in allen Bezirken stehen, sind wir aktuell für den Zierbrunnen-Service in zehn Bezirken Berlins zuständig – in allen außer Reinickendorf und Mitte, die nach Auslaufen bestehender Verträge mit Dritten im Mai 2026 bzw. 2028 in die Betreuung der Wasserbetriebe wechseln.
Die Wartung und Pflege der Brunnen im öffentlichen Raum erledigen 21 Kolleg:innen aus dem Technischen Service der Wasserbetriebe, neun zeichnen für Trinkbrunnen verantwortlich, 14 für die Zierbrunnen.
Notbrunnen werden saniert: Die Berliner Wasserbetriebe haben 2025 den Service für die Pflege und Instandhaltung der Berliner Notbrunnen übernommen, wie die Schwengelpumpen offiziell heißen. Seither wurden der Bestand der stadtweit 2.091 Pumpen erfasst, rund 120 dieser Pumpen gründlich erneuert sowie zahlreiche Instandhaltungsaufträge ausgeschrieben und vergeben sowie viele Kleinreparaturen erledigt.
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